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15.01.2018, 18:15 Uhr THEMA BRANDSTIFTUNG

Einige Worte fehlten auf dem Neujahrsempfang in Wietmarschen

Ein Kommentar von Ludger Jungeblut


Viel Lob gab es beim Neujahrsempfang für die Feuerwehren der Gemeinde Wietmarschen. Darüber freuten sich der Lohner Ortsbrandmeister Nico Fehrmann (links) und Regierungsbrandmeister Frank Knöpker. Foto: Ludger JungeblutViel Lob gab es beim Neujahrsempfang für die Feuerwehren der Gemeinde Wietmarschen. Darüber freuten sich der Lohner Ortsbrandmeister Nico Fehrmann (links) und Regierungsbrandmeister Frank Knöpker. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Es wäre angemessen gewesen, wenn der Bürgermeister von Wietmarschen, Manfred Wellen, auf dem Neujahrsempfang einige Worte für die Familie des geständigen Brandstifters gefunden hätte. Ein Kommentar.

Stolz sein kann Bürgermeister Manfred Wellen darauf, dass mit rund 450 Bürgern so viele wie noch nie an einem Neujahrsempfang der Gemeinde Wietmarschen teilgenommen haben. Sie wurden nicht enttäuscht: Dank eines detaillierten Rückblicks und Ausblicks des Bürgermeisters erhielten sie Kenntnis über alle wichtigen Dinge.

Indem Wellen mit Christine Kempista die frühere Vorsitzende des Arbeitskreises Mortagne unter dem Beifall der Gäste ehrte, hob die Gemeinde zugleich die Bedeutung der langjährigen Partnerschaft mit der französischen Stadt hervor.

Auch den Repräsentanten der Feuerwehren wird der Beifall der Bürger gutgetan haben, denn die Einsatzkräfte waren im vorigen Jahr durch eine Serie von Brandstiftungen besonders gefordert, worauf Wellen zu Recht hinwies. Hilfreich wäre es allerdings gewesen, wenn er auch einige Worte für die Familie des geständigen jungen Brandstifters verloren hätte, der gerne Feuerwehrmann geworden wäre und stattdessen viel Unheil anrichtete.

Der Wert einer Dorfgemeinschaft bemisst sich auch darin, wie sie gestrauchelten jungen Menschen wieder auf die Beine hilft.


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