Mitglieder geben grünes Licht SV Union Lohne baut Funktionsgebäude

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Architekt Bernd Krämer (stehend) erläuterte Einzelheiten des Bauvorhabens. Foto: Ludger JungeblutArchitekt Bernd Krämer (stehend) erläuterte Einzelheiten des Bauvorhabens. Foto: Ludger Jungeblut

Wietmarschen. Der SV Union Lohne in der Gemeinde Wietmarschen möchte für 600.000 Euro ein Funktionsgebäude an der Jahnstraße bauen. Der Verein hat mehr als 3000 Mitglieder.

61 Mitglieder, die am Donnerstagabend an einer außerordentlichen Versammlung im Clubraum unter Leitung des Vorsitzenden Heinz Herbers teilnahmen, stimmten geschlossen dem Vorhaben zu, das nach Angaben von Architekt Bernd Krämer im Spätsommer 2018 in Angriff genommen werden soll. Die Fertigstellung ist zur Sportwoche im Juli 2019 vorgesehen.

42 Gruppen haben Übungsstunden

Der Zweite Geschäftsführer Holger Götker begründete die Notwendigkeit des Vorhabens. Für die 39 Fußballmannschaften gebe es viel zu wenige Umkleidekabinen. Zudem fehle es an Duschmöglichkeiten. Die bestehenden Gymnastikräume reichten nicht aus, zumal diese vormittags durch Schulen und Kindergärten belegt seien. Götker: „42 Gruppen mit rund 700 Personen haben Übungsstunden. Zudem rechnen wir mit einem steigenden Bedarf für den Reha-Sport.“ Notwendig sei auch ein Spielberichtsmelderaum, der zwei PC-Eingabeplätze beherberge. „Bei dem momentanen Raum handelt es sich nur um ein Provisorium, der für zwei Eingabeplätze viel zu klein ist.“ Zudem werde ein Lagerraum für Zelte, Kisten, Banden, Tischwagen, Stühle usw. benötigt.

Reservefläche im Obergeschoss

Architekt Krämer erläuterte Einzelheiten des Bauvorhabens. Demnach soll das 30 Mal 15 Meter große Multifunktionsgebäude mit den benötigten Räumlichkeiten östlich angrenzend an den Clubraum auf dem Gelände des früheren vierten Tennisplatzes entstehen. „Das Erdgeschoss wird eine Grundfläche von 390 Quadratmetern aufweisen, im Obergeschoss kommt eine Reservefläche von 230 Quadratmetern hinzu.“ Krämer betonte, dass man den Kostenrahmen von 600.000 Euro unbedingt einhalten wolle. Nach seinen Worten soll unverzüglich der Bauantrag beim Landkreis Grafschaft Bentheim eingereicht werden, sodass die Ausschreibungen bis Juni abgeschlossen sein können. Das Gebäude soll mit einer rostbraunen Blechverkleidung versehen werden.

Eigenanteil des Vereins beträgt 120.000 Euro

Nach einer sachlichen Diskussion zu Detailfragen fasste die Mitgliederversammlung in offener Abstimmung nicht nur den Grundsatzbeschluss für den Bau des Gebäudes, sondern verabschiedete auch den Finanzierungsplan. Erwartet werden Zuschüsse der Gemeinde (290.000 Euro), des Landkreises Grafschaft Bentheim (90.000 Euro) und des Landessportbundes (100.000 Euro). Der Eigenanteil des Sportvereins ist mit 120.000 Euro veranschlagt. Der Verein will versuchen, durch bauliche Eigenleistungen die Kosten zu reduzieren.

Bürgermeister Manfred Wellen und Ehrenbürgermeister Alfons Eling, die beide als Vereinsmitglieder an dem Treffen teilgenommen hatten, waren voll des Lobes für das vom Vorstand sorgfältig vorbereitete „zukunftsgerichtete Projekt“, das ein Gewinn für die ganze Gemeinde sei. „Das finanzielle Risiko ist überschaubar“, meinte Eling. Vorsitzender Herbers versicherte, dass die Mitgliedsbeiträge wegen des Projekts nicht angehoben würden.

So soll das neue Funktionsgebäude aussehen. Hier die Ansicht vom Tennisplatz. Grafik: Krämer und Susok BDA

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