Ein Artikel der Redaktion

Zwei Wochen in Plymouth Vom Georgianum an eine englische Mädchenschule

19.07.2012, 16:19 Uhr

Durch das Comenius-Projekt sind bereits vielen Schülern des Gymnasiums Georgianum und vor der Zusammenlegung bereits des Johanneums Begegnungen mit Schülern in anderen europäischen Ländern ermöglicht worden. Doch das EU-Förderprogramm kann auch von Lehrern genutzt werden – so vom Deutsch- und Religionslehrer Gerd Höckner, der 2003 noch zu seinen Johanneumszeiten in die Betreuung des Projektes einstieg.

Nachdem er im Rahmen des Comenius-Projektes bereits während einer zweiwöchigen Lehrerfortbildung in Mailand Italienisch gelernt hatte, nutzte er jetzt die Chance auf sogenanntes „Job-Shadowing“: Innerhalb seines halbjährigen Ausstiegs aus dem Beruf im Rahmen eines sogenannten Sabbathalbjahres konnte er durch dieses Programm zwei Wochen lang das Schulleben und den Unterricht an der Devonport High School for Girls kennenlernen.

Und was sind die Unterschiede zwischen dem Georgianum und der Devonport High? „Natürlich trugen in England alle Schülerinnen eine Schuluniform – eine Ausnahme gibt es nur für die Schülerinnen der letzten beiden Jahrgangsstufen. Und auf meine Nachfrage, welche Kleidung angemessen ist, bekam ich die knappe Antwort ‚No jeans, tie expected‘: Jackett und Krawatte sind in der Regel fester Bestandteil der Kleidung eines Lehrers“, erklärt Höckner.

„Und anders als bei uns kommt man in eine englische Schule nicht ohne Weiteres hinein“, erklärt der Pädagoge weiter. So muss sich auch jeder Lehrer mit seiner Unterschrift anmelden (Sign in) und bekommt eine Visitors-ID, die entweder auf einen Tag beschränkt ist oder für einen längeren Zeitraum ausgestellt ist. „Wenn man die Schule verlässt, muss man sich mit seiner Unterschrift auch wieder abmelden – dem sogenannten „Sign out“.