Ein Artikel der Redaktion

Wohnungsbau in Lingen Rat und Verwaltung ziehen an einem Strang

Meinung – Thomas Pertz | 27.10.2017, 18:00 Uhr

Rat und Verwaltung in Lingen dokumentieren durch ihren Beschluss über die Gründung der Wohnungsbaugenossenschaft, dass sie in dieser auch für die soziale Balance in der Stadt wichtigen Frage an einem Strang ziehen. Ein Kommentar.

Die Diskussion über den geeignetsten Weg, wie die Stadt Lingen das Angebot von günstigem Wohnraum vergrößern kann, hat lange gedauert – manchen vielleicht auch zu lange. Wenn aber am Ende ein Ergebnis herauskommt, das von fast allen politischen Vertretern im Stadtrat mitgetragen wird, dann war die Debatte aller Mühen wert.

Das Genossenschaftsmodell besticht durch seine breiten Teilhabemöglichkeiten. Jeder Bürger kann mitmachen, jeder Mieter der genossenschaftlichen Wohnungen ist bereits Mitglied. Dass neben der Stadt Lingen auch die Volksbank, das Bonifatius-Hospital, das Christophorus-Werk und die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden das Gründungskapital von 1,1 Millionen Euro aufbringen, dokumentiert das breite gesellschaftliche Bündnis für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Lingen.

Der aktuelle Mangel auf der Angebotsseite wird durch die Gründung der Wohnungsbaugenossenschaft nicht auf einen Schlag gemindert. Den Mangel aber immer nur zu beklagen, macht es auch nicht besser. Rat und Verwaltung dokumentieren durch ihren Beschluss, dass sie in dieser auch für die soziale Balance in der Stadt wichtigen Frage an einem Strang ziehen.