Ein Artikel der Redaktion

Vom Punkrock bis zum Schlagerhit Pralle Musik-Vielfalt beim Altstadtfest in Lingen

18.09.2011, 17:07 Uhr

Gemütliches Rocken beim Bierchen vor dem Pulverturm, Tanzbares auf dem Marktplatz oder härtere Gitarrenriffs zum Abschluss des Festivals am Pferdemarkt: Musikalisch präsentierte sich das 31. Lingener Altstadtfest wieder in praller Vielfalt.

Sieben Bühnen hatten die Veranstalter auf die Beine gestellt, um für jeden Musikgeschmack etwas bieten zu können. Das gelang, auch wenn sich der Raum vor einigen Bühnen erst in den späteren Stunden füllte – besonders am Freitag, als der Regen das Altstadtfest doch einige Besucher kostete.

Am wenigsten zu kämpfen mit mangelndem Zuspruch hatte dabei das kleine Festival Rock am Festival. Gar begeistert zeigte sich Stefan Epping vom Alten Schlachthof am frühen Samstagabend: „Dass so viele schon bei den ersten Bands da sind, habe ich selten erlebt.“ Der Lohn für das zumeist junge Publikum: ein ganz starker Auftritt der Rocker von „Triggerfinger“ am Freitag und ein grandioser Abschluss am Samstag mit der Punkrockband „Itchy Poopzkid“ aus Eislingen – samt Gitarren-Solo auf einem Koffer, den die Masse auf den Händen trug.

Weniger wild – aber nicht weniger rockig – ging es am Pulverturm zu, wo am Freitag Dirty Fingers und Samstag zunächst „Van De Noit“ und dann – lang erwartet vom Publikum – „Revoice“ auftrat. Mit weniger Zuspruch musste im Amtsgerichtshof die Cover-Rockband „NOBC“ leben: Erst als am Freitag der Regen längere Zeit passé war, füllte sich die Bühne dort. Ganz im Gegensatz zur Schulband-AG des Georgianums: Zum Auftritt am Samstag von „Georgie’s Groove Orchestra“, das sich auf eine viel zu kleine Bühne quetschen musste, waren viele Schüler, Ehemalige, Freunde und Verwandte fast überpünktlich gekommen.

Gute Mischung

„I Will Survive“ sang Stephie, die temperamentvolle Frontfrau von „New Dancefloor“, auf der großen Bühne des Handwerks. Das ließen sich die Besucher auf dem Markt nicht zweimal sagen und versetzten sich trotz des durchwachsenen Wetters in Feierlaune. Die Musiker da oben lieferten mit ihrer Mischung aus alten und neuen Hits der obersten Chartregionen den passenden Soundtrack dazu. Das Musikprogramm in Lingens altehrwürdiger „guter Stube“ war auch dieses Jahr wieder gut gewählt und machte Laune.

So auch am Samstag. „Sonic&Smoke“ sind eine Show- und Stimmungsband der hochprofessionellen Schule, wobei Letzteres überhaupt nicht ernst und routiniert sein muss, wie sich zeigte. Zwischendrin präsentierten sie auch noch mit Jan Bleeker einen „Rapper der Herzen“.

Mit gut gemachter Musik lässt sich eben gleich doppelt so klasse feiern. Das zeigte sich auch auf dem Universitätsplatz wo man sich „Why Not“ fragte und mit der gleichnamigen Band die Stimmung, wenn auch arg laut, anheizte. Wie heißt es im vielfach auf dem Fest performten Robbie-Williams-Hit? „Let me entertain you!“ – das ist wieder gelungen.