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Viele Beschlüsse PBA Lingen: B-Pläne, Bahnhofgebäude und Brücken

Von Wilfried Roggendorf | 21.06.2016, 17:00 Uhr

Der Planungs- und Bauausschuss (PBA) der Stadt Lingen hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit mehreren Bebauungsplänen, dem Bahnhofsgebäude und auch Brücken beschäftigt.

Für das Baugebiet „Östlich der Kaiserstraße“ hat der PBA einstimmig die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung beschlossen. „Auf Grund der Lage des Plangebietes in unmittelbarer Nähe zur Hochschule ist es sinnvoll, hier unter anderem qualitativ und architektonisch hochwertige Wohn- und Dienstleistungenseinrichtungen anzusiedeln“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Kleinere Einzelhandels- oder Handwerksbetriebe sollen in dem als Mischgebiet ausgewiesenen Geltungsbereich des Bebauungsplans 176 entgegen bisherigen Planungen nicht mehr ausgeschlossen sein. In der Vorlage ist von „hochschulergänzenden Gebäuden“ , wie noch bei der PBA-Sitzung im Dezember 2015, aktuell keine Rede mehr.

Fassade von Woolworth vorziehen

Mit großer Mehrheit, nur die Bürgernahen stimmten dagegen, hat der PBA eine Änderung des Bebauungsplanes 131 „Östlich der Lookenstraße“ beschlossen. „Dies soll ermöglichen“, so Stadtbaurat Lothar Schreinemacher, „die Fassade des derzeit von Woolworth genutzen Geschäftshauses so vorzuziehen, dass sie auch aus der Lookenstraße aus gut sichtbar ist.“ Eine entsprechende Anfrage liege der Verwaltung vor.

Nachverdichtung in Darme und Laxten

Der Satzungsbeschluss über das Baugebiet „Mozartstraße/Beethovenstraße“ im Ortsteil Darme wurde einstimmig gefasst. Hier soll in einem bereits bebauten Gebiet klassisch nachverdichtet werden.

Ebenfalls einstimmig und ohne Diskussion wurden der Aufstellungsbeschluss und die frühzeitige Bürgerbeteiligung für den Bebauungsplan 36, der das Baugebiet „Südlich der Straße am Schallenbach“ in Laxten festlegt, beschlossen. „Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes wird eine Lücke in bebauter Umgebung geschlossen“, heißt es zu diesem Baugebiet in der Vorlage der Verwaltung. Hier sollen etwa acht Wohngrundstücke entstehen, auf denen in zweigeschossiger Bauweise von Einzel- und Doppelhäuser entstehen sollen.

„Südlich der Wilhelmshöhe“ – Veränderungssperre verlängert

Verlängert bis zum 15. Juli 2017 hat der PBA die Veränderungssperre Nr. 37, die für das Baugebiet „Südlich der Wilhelmshöhe“ gilt. Damit soll sichergestellt werden, dass im Plangebiet keine den städtebaulichen Zielen entgegenstehende Vorhaben umgesetzt werden, bis der Bebauungsplan Nr. 175 Rechtskraft erhält. Der Rat der Stadt Lingen hat diese Veränderungssperre mittlerweile bestätigt.

Stadt Lingen möchte Bahnhofsgebäude kaufen

Das Lingener Bahnhofsgebäude verkommt immer mehr. Jetzt hat der PBA einstimmig eine Vorkaufsrechtssatzung für die Liegenschaft beschlossen. „Es ist jedoch Ziel der Stadt Lingen, das Gebäude mit all seinen früheren Funktionen als zentrales Gebäude des Lingener Bahnhofes strukturell und städtebaulich zu entwickeln und zukünftig vorzuhalten. Eine diesen Zielen entgegenstehende Nutzung gilt es aus städtischer Sicht zu vermeiden“, begründete die Verwaltung diesen Antrag. „Wir hoffen, diese Vorkaufsrechtssatzung nicht anwenden zu müssen“, erklärte Stadtbaurat Schreinmacher. Es gebe derzeit Gespräche mit der Deutschen Bahn AG über einen privaten Erwerb des Gebäudes durch die Stadt Lingen. Der Stadtrat hat die Vorkaufsrechtsatzung mittlerweile bestätigt.

Verbindung Marienstraße/Am Pulverturm wird neu gestaltet

Die Verbindung zwischen der Marienstraße und der Straße Am Pulverturm wird neu gestaltet. Dies hat der PBA einstimmig beschlossen. Hierzu wird nach einem erfolgreichen Grundstückstausch auf Kosten der Alteigentümerin das seit langen leerstehende Gebäude, in dem sich ehemals das Geschäft „Musikus“ befand, abgerissen. Die Gestaltungsmaßnahme wird rund 48.600 Euro kosten.

Holzbrücken werden saniert

Die Holzbrücke am Telgenkampsee soll im Herbst 2016 komplett ausgetauscht werden. Dies hat Stadtbaurat Lothar Schreinemacher mitgeteilt. Auch eine Sanierung der Holzbrücke am Leinpfad am alten Hafen soll im Herbst erfolgen. Hierzu werde der Leinpfad gesperrt, die Brücke entnommen und nach erfolgter Sanierung wieder eingesetzt werden, so der Stadtbaurat. Fördergelder für diese Maßnahme gebe es nicht.