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Verstärkte Kontrollen von Radfahrern Verkehrsunfallstatistik Lingen im Rat der Stadt vorgestellt

Von Wilfried Roggendorf | 06.06.2018, 09:35 Uhr

1129 mal hat es in Lingen im Jahr 2017 gekracht. Dies hat Erster Polizeihauptkommissar Herbert Greiten, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, in der jüngsten Sitzung des Stadtrates bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik erläutert.

Bei diesen Unfällen gab es zwei Tote. 46 Personen wurden schwer und 299 leicht verletzt. „Die Zahl der Verletzten ist damit im Vergleich zu den Vorjahren leicht angestiegen“, teilte Greiten mit. Die häufigsten Unfallursachen seien falsches Abbiegen und Wenden sowie Wild- und sonstige Tierunfälle. Greiten betonte, dass die Aufklärungsquote bei Unfällen mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort im Bereich der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim bei 44 Prozent liege. „Das ist eine relativ hohe Aufklärungsquote“, meinte der Erste Polizeihauptkommissar.

Brüggemann: Mit Helm Kopfverletzungen vermeiden

Michael Fuest (Grüne) erkundigte sich danach, wie viele Radfahrer an den Unfällen beteiligt gewesen seien. „142“, lautete Greitens Antwort. Sabine Stüting (Bürgernahe) hakte nach. „Wie viele E-Bike-Fahrer waren darunter?“, wollte die Ratsdame wissen. Greiten erklärte, dass sieben Fahrer von auf 25 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit begrenzten Pedelecs und fünf Fahrer der schnelleren E-Bikes 2017 in Unfälle im Gebiet der Stadt Lingen verwickelt gewesen seien. Leitender Polizeidirektor Karl-Heinz Brüggemann verwies in diesem Zusammenhang darauf, wie wichtig das Tragen eines Helmes für Radfahrer sei, um schwerere Kopfverletzungen zu vermeiden.

Bürgerin kritisiert Verhalten von Radfahrern

Kritik am Verhalten von Radfahrern hatte zuvor eine Lingenerin in der Einwohnerfragestunde des Rates geäußert. „Viele fahren auf der falschen Seite. Warum wird da nicht mehr, wie beispielsweise in Münster, kontrolliert?“, fragte die Frau. Oberbürgermeister Dieter Krone sprach in seiner Antwort von einem „gewissen Rowdytum“, das sich entwickelt habe. „Wir haben mit der Polizei stärkere Kontrollen vereinbart, auch mit der Androhung von Bußgeldern“, erklärte der Oberbürgermeister.