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Versammlung Wasserverband Lingen: Wasser soll vorerst nicht teurer werden

Von PM. | 22.02.2014, 20:07 Uhr

Eine positive Bilanz haben die 56 Vertreter der Verbandsversammlung des Wasserverbandes Lingener Land bei ihrer Sitzung in Thuine gezogen. Der Wasserverband ist für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung im südlichen Emsland zuständig.

Nach der Begrüßung durch Verbandsvorsteher Karl-Heinz Vehring stellte Geschäftsführer Reinhold Gels den Tätigkeitsbericht für das vergangene Jahr vor. Hervorzuheben sei neben den vielen Baumaßnahmen die weiterhin gute Trinkwasserqualität. So wiesen die Förderbrunnen des Wasserwerkes Grumsmühlen kaum Belastungen mit Nitrat auf. Dieses sei einerseits dem Alter der Brunnenwässer – im Durchschnitt 30 bis 40 Jahre – und andererseits aber auch den dort wirtschaftenden Landwirten zu verdanken. Die Umsetzung von freiwilligen Maßnahmen zum Grundwasserschutz habe in der Landwirtschaft 2013 einen Höchststand erreicht.

Zur geplanten Wassergewinnung in Lengerich ging Vehring weiter ein. Aufgrund des stetig steigenden Trinkwasserbedarfs musste sich der Verband nach weiteren Wassergewinnungsmöglichkeiten umsehen.

Bestandsaufnahme

Nach Abwägung aller Gegebenheit sei eine Wassergewinnung im Raum Lengerich/Handrup anzustreben. Derzeit liefe die Bestandsaufnahme mit der Erfassung aller relevanten Gegebenheiten. In einem nächsten Schritt sei dann das Messstellennetz zu ergänzen. Vehring sicherte den betroffenen Gemeinden und Landwirten eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu.

Einstimmig wurde der Wirtschaftsplan für 2014 festgesetzt. Der Haushalt für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung schließt mit einem Gesamtbetrag von rund 10,3 Millionen Euro ab. In den Finanzplänen sind Investitionen von rund 2,9 Millionen Euro vorgesehen. Eine Erhöhung der Wasserpreise ist vorerst nicht erforderlich.

Durch die Erhöhung von Abgaben oder Umlagen seien die Stromkosten in den letzten Jahren gestiegen. Um den Stromverbrauch zu senken und um einen Teil der Stromsteuer erstattet zu bekommen, fordere der Gesetzgeber die Einführung eines Energie-Management-Systems.