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Veranstaltung auf dem Universitätsplatz Pfadfinder in Lingen feiern 60-jähriges Bestehen

Von Manfred Buschhaus | 11.09.2011, 14:02 Uhr

„60 Jahre und mehr“ – unter diesem Motto feierte der Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) Stamm Eberhard von Danckelmann mit einem großen Festwochenende auf dem Universitätsplatz in Lingen sein 60-jähriges Bestehen.

Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder. Dieser bekannte Wahlspruch fand seine Bestätigung am Wochenende. Ergraute Gründungsmitglieder und Kämpen aus den bewegten Anfangsjahren des Stammes sowie der „68er-Generation“ standen neben 20-jährigen Jugendleitern und neunjährigen Mitgliedern der Gruppe „Die Wölfe“und ließen Erlebnisse „von damals“ wieder aufleben. Und alle „in Kluft“, auch wenn es an manchen Stellen spannte.

Dazu war der Universitätsplatz in ein großes Pfadfinderlager verwandelt worden. Mehrere Kohten (kleinere Zelte), eine Jurte (Gruppenzelt) waren aufgebaut. Ein Lagerfeuer brannte, und ein attraktiver Videofilm verbreitete heimelige Atmosphäre. Auf zahlreichen Stelltafeln war sorgfältig die Geschichte der 1907 entstandenen Pfadfinderschaft allgemein sowie der auf das Jahr 1921 zurückzuführenden Lingener Pfadfinder-Tradition und der Neugründung im Jahre 1951 dargestellt. Allgemeines Urteil: „Das waren andere Zeiten.“

Sozial engagiert

Gitarrenmusik erklingt, alte und junge Pfadfinder sammeln sich, und mit dem Lied „Leinen los“ wird der offizielle Teil eröffnet. Klaus Erdbrink, neben Manfred Ober und Rolf Masselink einer der Organisatoren, eröffnete die Veranstaltung. Den Pfadfindern ginge es darum, sich in der Öffentlichkeit in Erinnerung zu bringen und verstaubte Ansichten über das Pfadfinderdasein zu revidieren.

„Pfadfinder sind für jede Gesellschaft ein Gewinn“, lobte Oberbürgermeister Dieter Krone. Viele wichtige Menschen seien Pfadfinder und versuchten, „die Welt besser zu machen, als sie sie vorgefunden haben“, wie es ihnen der Gründer gewidmet habe. Junge Menschen konnten als Pfadfinder die Natur erleben und sich sozial engagieren. Auch in Lingen gründete sich bald ein Pfadfinder-Stamm, der mit Unterbrechung in der NS-Zeit bei wechselnden Mitgliederzahlen bis heute lebendig blieb. Er wünsche ein langes, weiter aktives Leben, betonte der OB.

Pastor Dieter Grimmsmann überreichte seine Kohte und versprach bei einer Sibirienreise Unterstützung. Pastor Ernst Wißmann erinnerte an die wichtige Rolle der Baccumer Mühle und schenkte einen Gutschein. Axel Rost vom Bundesvorstand betonte die Erfolgsgeschichte Lingener Pfadfinder, und Emanuel Kluge vom Landesvorstand überbrachte dessen Grüße.