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Über sechs Kilometer Weg Zwischen Beesten und Spelle kann nun geradelt werden

Von Jessica Lehbrink, Jessica Lehbrink | 12.05.2017, 09:17 Uhr

Nach etwa vier Monaten Bauzeit ist der neue Fahrradweg am ehemaligen Bahnübergang in Beesten eröffnet worden. Er verbindet nun – über sechseinhalb Kilometer – die Gemeinden Beesten und Spelle.

„Vor 140 Jahren war die Aufregung in unserer Gemeinde groß“, beginnt der Beestener Gemeindebürgermeister Werner Achteresch seine Ansprache. Genau am 5. Mai 1878 sollte durch den kleinen emsländischen Ort erstmalig eine Eisenbahnlinie führen. „Beesten war jetzt ein Tor zur großen Welt, ein Ort des Ankommens, des Abschieds und des Wiedersehens“, so Achteresch. Doch schon nach Ende des Zweiten Weltkrieges fand die Bahnlinie keine weitere Verwendung, bis letztlich der Verkehr auf der Strecke Anfang der 1990er Jahre komplett eingestellt wurde. Übrig blieben einige Reste an alten Gleisen und Schienenstücken sowie das alte Bahnhofsgebäude.

Gemeinschaftsprojekt

Als Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden Spelle und Beesten ist dort, wo der ehemalige Bahnübergang bislang zu finden war, ein Rad- und Wanderweg entstanden, der an Wäldern und Wiesen vorbeiführt. Durch Anregung von Speller Samtgemeindebürgermeister Bernhard Hummeldorf kam das Projekt ins Rollen. Nach Beschluss des Vorhabens im Gemeinderat Beesten, einer Abstimmung mit der Gemeinde Spelle sowie der Zusage für eine Zuwendung durch die Lokale Aktionsgruppe Südliches Emsland (Leader) konnte das Bauvorhaben beginnen. Rund 196.000 Euro soll das Projekt bis zur Vorlage des Schlussverwendungsnachweises kosten – circa 6000 Euro an Mehrausgaben als zunächst angedacht.

Tolle Verbindung

Doch stand die Freude über den neuen Rad- und Wanderweg bei der offiziellen Eröffnung deutlich über den Kosten. Dies meinte auch Hummeldorf: „Ich glaube, es ist eine tolle Strecke, die hier geschaffen wurde, und das diese auch gut angenommen wird.“ Zudem sei mit dem Weg eine tolle Verbindung zwischen Beesten und Spelle entstanden. Nicht verwunderlich also, dass nahezu alle Besucher der Eröffnung die Strecke einweihten und den Weg zu und von diesem Termin mit dem Fahrrad bestritten.

Dank an alle Beteiligten

Großer Dank ging seitens Achteresch insbesondere an Landschaftsarchitekt Andreas Övermann, die Firma Otto KG in Hopsten, Bauamtsleiter Paul Thünemann, der vor allem für die Abwicklung der Formalitäten zuständig war, sowie alle weiteren Beteiligten.

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