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Üben, üben, üben Tag der Wiederbelebung im Lingener Bonifatius-Hospital

Von Felix Reis | 11.10.2015, 20:16 Uhr

Die lebensrettende Devise lautet „Prüfen – Rufen - Drücken!“. Diese drei Punkte waren immer wieder das Thema beim „Tag der Lebensretter“ am Sonntagnachmittag im Lingener Bonifatius-Hospital. Neben vielen Informationen hatten die zahlreichen Besucher auch die Gelegenheit, an Übungspuppen die Herzdruckmassage und den Umgang mit Defibrillatoren zu üben.

Und da Säuglinge und Kinder nicht einfach kleine Erwachsene sind, wurde auch die spezielle Reanimation der Jüngsten gezeigt und trainiert. Auch viele Jugendliche waren zu der Veranstaltung gekommen. „Wir reden zwar in der Schule über dieses Thema, aber hier bekommt man umfassendere Infos und kann selber Hand anlegen“, erzählten die 14-jährige Annika und ihr 12-jähriger Bruder Jan. Aber auch Patienten des Krankenhauses informierten sich – oft gemeinsam mit ihren Besuchern. Es war ein ständiges Kommen und Gehen.

„Notruf sofort absetzen“

„Es lohnt sich, seine Fähigkeiten aufzufrischen, denn Reanimation ist einfacher als viele glauben. Jeder kann es!“, betonte der Leiter der zentralen Notaufnahme, Dr. Carsten Börner. Er hielt einen Vortrag zu diesem Thema. Die Besucher hatten auch die Gelegenheit, den Ärzten ihre Fragen persönlich zu stellen. Die Kardiologie und das DRK standen Rede und Antwort. „Ein Defibrillator ersetzt nicht die Herzdruckmassage, deshalb ist es wichtig, sofort den Notruf absetzen und mit der Maßnahme zu beginnen“, mahnte Dr. Wolfgang Hagemann, Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes. Weitere Helfer könnten dann unterstützend eingreifen und sich um einen Defibrillator kümmern.