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Tausende Besucher Große Vielfalt auf dem Lingener Altstadtfest

Von Sebastian von Melle | 20.09.2015, 20:32 Uhr

„Einmal im Jahr ist in Lingen was los“, sagt ein junger Mann und stürzt sich ins Gewühl am Neuen Rathaus. Das Altstadtfest zog Tausende an, die dem drohenden Regen trotzten und letztlich mit dem Wetter, der Musik und der Organisation hoch zufrieden sein können. „Keine besonderen Vorkommnisse“ lautete auch der Kommentar bei Polizei und Rettungsdiensten. Wer nicht gleich beim ersten Bierstand versackte, konnte sich an sechs Bühnen einen Überblick verschaffen, wann welche Musik zu hören ist. Und davon gab es viel.

Am Pulverturm trafen sich die Jahrgänge 1950-70 zu hartem Sound und geballtem Gitarren-Rock. „Mittwochz“, „Van De Noit“ und „Revoice“ ließen es krachen, auch wenn der Baum direkt vor ihrer Nase stehen blieb.

Auf dem Marktplatz konkurrierten die anfangs etwas lauten Klänge vom Riesenrad mit den Partybands „Why not“, „Sonic and Smoke“ und der „Queen-Revival-Show“ mit Claus Behrens und Brian May. Lingens gute Stube für den Mainstream, wir meinen, da geht noch was. Der Blick von oben aber war himmlisch, auch für die indischen Ordensschwestern aus dem Krankenhaus.

Der Universitätsplatz war wie im Vorjahr freitags gähnend leer und am Samstag von einigen Schlagerfans besucht. Schade für das „DJ Team Nightfever“ und den „Midnight-Sound-Express“. Über die gut frequentierte Burgstraße ging es zu weiteren Epizentren des Altstadtfestes.

Im Amtsgerichtshof sammelten Georgianum und Christophoruswerk ihre Getreuen zum Familientreffen. Lingens starke Ensembles hatten ein starkes Publikum. „Georgie’s Groove Orchestra“ mit „Pitched up“ als Vorgruppe und der Indie-Beat-Formation „The Better“ als Dessert, Samstag dann Heiligtümer der Rockgeschichte mit „Relics“ vor „Shit Happens“ und „Holmes & Watson“ mit viel Gesang und Handarbeit. Das waren Selbstgänger.

Lingen ist bunt und hat viel Platz und noch mehr Plätze. Ob nachts um eins dann alle ihren Platz gefunden haben? Keine besonderen Vorkommnisse.