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Stadt soll Wohnform unterstützen Liberale wollen Senioren-WGs in Lingen fördern

Von PM. | 28.08.2015, 15:32 Uhr

Die Liberale Fraktion im Stadtrat schlägt vor, dass die Stadt Lingen Senioren-Wohngemeinschaften fördert.

In diesem Zusammenhang verweisen die Liberalen auf das Modell des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Henning Scherff . Seit Jahren könnte in Lingen beobachtet werden, wie besonders in den gewachsenen Stadtvierteln nahe der Innenstadt immer mehr ältere Menschen ihr Zuhause verlassen, weil sie alleine nicht mehr leben können oder wollen, so Fraktionvorsitzender Jens Beeck und Godula Süßmann, Mitglied des Sozialausschusses. Das sei besonders für Senioren schwer, die noch fit sind, aber nach dem Tod des Partners nicht alleine leben möchten. Komme dann noch eine körperliche Einschränkung hinzu, scheine vielen ein Verbleib in ihrem Haus unmöglich. Statt eines Umzugs in eine Senioreneinrichtung schlagen die Liberalen die Förderung von Senioren-WGs durch die Stadt vor.

Förderung für Umbau und ambulante Pflege

„Es gibt über die Sozialgesetzgebung nicht nur erhebliche Zuschüsse für den seniorengerechten Umbau von Wohnung oder auch Häusern, sondern auch eine feste, monatliche Unterstützung für jeden Bewohner, der auf ambulante Pflege angewiesen ist“, sagt Beeck. Nach Auffassung von Süßmann ist die Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft mit Gleichaltrigen für viele Senioren attraktiver als ihr Haus oder Wohnviertel verlassen zu müssen: „Grundsätzlich dürfen wir uns nicht vormachen, dass es in Zukunft mit der zunehmenden Zahl von älteren Menschen genügend bezahlbare Plätze in Senioreneinrichtungen geben wird.“

Zeit für Gedanken über alternative Wohnformen

Allein auf die Hilfe von den Angehörigen zu hoffen, sei angesichts der veränderten Familienstrukturen auch keine Lösung. Insofern werde es auch in Lingen Zeit, sich über alternative Möglichkeiten Gedanken zu machen.

Auf ehrenamtlicher Ebene hätte Lingen mit den Senioren-Kümmerern des Vereins Gelingen und der Seniorenvertretung in Lingen wichtige Schritte in die richtige Richtung getan. Nun sollten diese Ansätze weiter in Richtung eines umfassenden Beratungsangebots durch die Stadt Lingen ausgebaut und interessierte Senioren gezielt über die Möglichkeiten informiert werden.

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