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Spitzenreiter nach dem Dämpfer beim Mitaufsteiger Göttingen Biene trotzig: Wir geben nichts kampflos ab

Von Uli Mentrup | 23.09.2011, 18:39 Uhr

Wie steckt der SV Holthausen/Biene die erste Punktspielniederlage seit Monaten weg? Antworten erwartet Trainer Alo Weusthof am heutigen Samstag ab 15 Uhr beim Oberliga-Mitaufsteiger RSV Göttingen 05.

Negative Auswirkungen nach dem 1:3 gegen Braunschweig II hat der Coach im Laufe der Woche nicht ausgemacht. „Wir werden freiwillig oder kampflos nicht abgeben, was wir erreicht haben“, klingt er entschlossen. „Wir wollen uns nicht verdrängen lassen.“ Vor dem punktgleichen BV Cloppenburg führen die Biener die Tabelle an.

Die Niederlage hat Weusthof mit dem Team analysiert und dabei etliche Fehler aufgezeigt. „Wir haben eine junge Mannschaft. Alle wollen noch lernen“, hofft er, dass es sich nur um einen heilsamen Dämpfer handelt. Dabei weiß der 53-Jährige, dass Braunschweig in der zweiten Hälfte ein starkes Spiel gezeigt hat. Der Dreifach-Torschütze Pierre Merkel hat sich sogar für den Zweitliga-Kader der Eintracht empfohlen.

Die Biener ahnen, dass auch der RSV – Nachfolgeverein des insolventen 1. SC Göttingen 05 – gegen die Emsländer besonders motiviert sein dürfte. Der Gastgeber wartet noch auf den ersten Heimpunkt. Mit Özkan Beyazit verfügt Trainer Jozo Brinkwerth über einen gefährlichen Angreifer, der fünf der sieben Göttinger Tore geschossen hat.

Die Emsländer befinden sich seit mehr als einem Jahr in der Rolle des Gejagten. „Wir müssen auch in Göttingen über uns hinauswachsen“, fordert Weusthof, der weiter auf Stürmer David Brink und Elmar Bruns verzichten muss. Der Allrounder ist nach dem Tritt in die Wade ins Lauftraining eingestiegen, für einen Punktspieleinsatz reicht es noch nicht. Dagegen hat Malte Weusthof gegen Braunschweig wieder einige Minuten gespielt. Der Trainer verfügt noch über weitere Kandidaten.

In der Offensive hofft Weusthof auf Tore durch Dennis Brode und Uli Manemann. „Sie haben es ja nicht verlernt. Vielleicht müssen wir nur mehr Geduld haben“, sagt er. Mit Frank Gerdelmann gibt es eine Alternative. Doch für den kopfballstarken Stoßstürmer müsste Biene die Taktik ändern. Weusthof hat sich noch nicht festgelegt. Er weiß: „Wir müssen zu null spielen. Vorne ergeben sich immer Möglichkeiten.“ Die müssen die Biener nutzen.