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Sitzung des Kulturausschusses Wieder rund 2500 Theaterabos in Lingen verkauft

Von Caroline Theiling | 02.06.2016, 11:17 Uhr

Trotz der Erhöhung der Eintrittspreise liegt in der kommenden Spielzeit die Zahl der Theaterabonnenten in Lingen wieder bei rund 2500.

Diese Zahl nannte Andreas Löpker vom Fachdienst Kultur in der letzten Sitzung des Kulturausschusses, die im Professorenhaus stattfand. Es seien zwar 130 Kündigungen eingegangen. Dem stünden allerdings 140 neue Abonnenten gegenüber. Diese Resonanz, so Löpker zeige, dass man mit der Programmauswahl im wesentlichen den Geschmack des Publikums getroffen habe. Einige Aufführungen wie „Honig im Kopf“ mit Karsten Speck, „Chuzpe“ mit Ulrike Folkerts oder die Musikangebote Powerpercussion und Lalelu (a capella) seien bereits nahezu ausverkauft. Im Bericht der Verwaltung wies Löpker ferner darauf hin, dass der Verein Abifestival auch künftig mit einem Zuschuss von 15.000 Euro rechnen kann.

Zum WKT nach Kanada

Ob das Weltkindertheaterfest (WKT) im Jahr 2018 in Lingen stattfinden kann, werde abschließend in Stratford/Kanada geklärt, wo in diesem Jahr vom 5. bis 14. Juni das WKT durchgeführt wird. Wie TPZ-Leiter Harald Volker Sommer mitteilte, werde sich eine Delegation aus Lingen am frühen Samstagmorgen auf die Reise über den großen Teich begeben, um dort die Neufassung des Stücks „Pinocchio“ zu zeigen. Für die Fachleute werde es darüber hinaus Symposien und Workshops geben.

Sommer nutzte die Gelegenheit und führte die Gäste durch die neu gestalteten Räumlichkeiten des TPZ. Die größten Veränderungen habe es in dem Bereich für die Kinder gegeben. Bubbelspiegel, eine Magnetkugelbahn, Puppen sowie Geduld- und Geschicklichkeitsspiele laden jetzt im ersten Stock zu interaktivem Spiel ein. Das Erdgeschoss ist schlichter gehalten. Dort sind anstelle der bunten internationalen Kinderfotos jetzt Zitate bekannter Persönlichkeiten in verschiedenen Sprachen zu lesen.

Lingener Kunstpreis für Éder Oliveira

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes berichtete Kunsthallendirektorin Meike Behm, dass der Träger des diesjährigen Lingener Kunstpreises feststehe. Die Jury habe entschieden, den Preis an den brasilianischen Künstler Éder Oliveira zu vergeben, der heute in Belém lebt und großformatige Wandmalereien und Bilder in Öl auf Leinwand fertigt. „Wir haben uns bewusst für einen Künstler entschieden, der figurativ arbeitet,“ erklärte Behm. Oliveira fertige überwiegend großformatige Porträts von Personen, die von der Polizei gesucht und in Tageszeitungen abgebildet werden. Während Jens Beeck (liberale Fraktion) hoffte, dass sowohl vom Format als auch vom Preis her erschwingliche Exponate darunter seien, schlug Robert Koop (Bürgernahe) vor, die Wand eines bekannten „großen Gebäudes“ in der Stadt vom ihm gestalten zu lassen.