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Seltener Gast „Frommer“ Uhu auf der Lingener Bonifatius-Kirche

Von Thomas Pertz | 29.12.2017, 12:01 Uhr

Ein seltener Gast hat vor Weihnachten über dem Seiteneingang der Lingener St. Bonifatius-Kirche gesessen.

Ein Uhu hatte dort Platz genommen, offenbar ein recht „frommer“, hatte er sich doch vor der Inschrift „Venite adoremus dominum“ (Kommt lasset uns den Herrn anbeten) in Positur gesetzt.

Wie Bernward Rusche, ehrenamtlich in der Kirchengemeinde und beim NABU engagiert, mitteilte, zögerte Pastor Thomas Burke nicht lange und machte eine Aufnahme. Am zweiten Weihnachtstag war der Uhu „umgezogen“ und machte sich nun vom Dach des Neuen Rathauses aus bemerkbar. „Vielleicht möchte er ja in Lingen heimisch werden“, meinte Rusche.

Auch wenn diese größte Eulenart aufgrund von Schutzmaßnahmen und Aussetzungen in den letzen Jahrzehnten nach Verfolgungen verlassene Gebiete wieder besiedelt habe, sei er durchaus selten. Rusche: „In Deutschland gibt es nur etwa 1900 Brutpaare. In Osnabrück und in Haselünne hat mal ein Paar am Dom und an der Kirche gebrütet, was aber schon ungewöhnlich ist.“ Wenn er in Lingen Stadt brüten sollte, was im Februar/März der Fall wäre, dann wäre das schon etwas ganz Besonderes, sagte der Experte.

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