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Schepsdorf ist ein Ideenzentrum Kolpingsfamilie Lingen-Schepsdorf wird 60

Von PM. | 07.06.2016, 13:09 Uhr

Mit einem Festgottesdienst und einem Empfang hat die Kolpingsfamilie Schepsdorf ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert.

In seiner Predigt erinnerte Diözesanpräses Reinhard Molitor an die Gründung in den 1950er-Jahren. „Das war eine Zeit des Aufbrauchs. Man fing nach dem Krieg an, Atem zu holen und zu fragen: Was geht noch?“ Dabei hätten die Kolpinger sich an ihrem Gründer orientiert: „Die Nöte der Zeit werden uns lehren, was zu tun ist“, hatte Adolph Kolping einmal gesagt.

Molitor: Glaube führt zum Handeln

Und etwas zu tun, sei das Bestreben der Kolpingsfamilie. „Der Glaube führt zum Handeln. Es ist doch nichts, wenn der Glaube keine Werke hervorbringt“, betonte Molitior. Doch der Diözesanpräses erwartete noch mehr. Mit Blick auf die Flüchtlingsdebatte forderte er die Kolpinger auf, aktiv Stellung zu beziehen: „Tatkräftig etwas zu tun, heißt nicht nur helfen, sondern auch, mit zu reden.“

Wehmut mischt sich in Dankbarkeit

In die Dankbarkeit der Schepsdorfer Kolpinger für 60-jähriges Wirken mische sich aber auch ein Schuss Wehmut, wenn in den Mitgliederlisten nach den unter 30-Jährigen suche. „Wir dürfen nicht wehmütig schauen, was gewesen ist, sondern müssen überlegen, wie wir unseren Ideen Nachhaltigkeit verleihen“, so Molitor. Er zeigte sich überzeugt, dass dies der Schepsdorfer Kolpingsfamilie gelingen wird: „Gerade Schepsdorf ist ein Ideenzentrum“, betonte der Diözesanpräses. „So möge die gute Idee Kolpings Kreise ziehen, hier in Schepsdorf und überall“, schloss Molitor seine Predigt.

Vereine gratulieren

Beim anschließenden Festakt gratulierten Vertreter der Schepsdorfer Vereine, des Ortsrates und kirchlicher Institutionen sowie die KLJB Nordlohne der Kolpingsfamilie zu ihrem 60-jährigen Bestehen. Verschiedene Redner betonten, wie wichtig und vielfältig die Aktivitäten der Kolpingschwestern und -brüder für den Ort und seine Menschen seien.

Ehrungen im Mittelpunkt des Festaktes

Im Mittelpunkt des Festaktes stand jedoch die Ehrung mehrerer Kolpingbürder für langjährige Zugehörigkeit zur Kolpingsfamilie. Einige von ihnen gehören noch zu den Gründungsmitgliedern der Schepsdorfer Kolpingsfamilie.

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