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RWE erhält ersten Bescheid Altes AKW in Lingen: Abbau erfolgt in Teilschritten

Von PM. | 22.12.2015, 14:55 Uhr

RWE Power hat vom niedersächsischen Umweltministerium die erste Teilgenehmigung für den Abbau des alten Kernkraftwerks in Lingen erhalten.

Darauf wies das Unternehmen am Dienstag in einer Mitteilung hin. Der Siedewasserreaktor wurde 1968 nach vier Jahren Bauzeit vom damaligen Betreiber VEW in Betrieb genommen und bis 1977 betrieben. Ein geplanter Austausch der Dampfumformer erwies sich als nicht wirtschaftlich, woraufhin die Anlage im August 1981 endgültig stillgelegt wurde. Der Betreiber entschied sich, zunächst die konventionellen Anlagenteile abzureißen und Reaktorgebäude und Hilfsanlagengebäude in den sogenannten sicheren Einschluss zu überführen.

Im Dezember 2008 hat RWE den Antrag auf Aufhebung des sicheren Einschlusses und Genehmigung zum Abbau der Anlage gestellt, dem jetzt stattgegeben wurde. Abgebaut werden soll die Anlage in drei Teilprojekten, deren letztes der Abbruch der Gebäude sein wird. Bei den meisten der zu entsorgenden Materialien handelt es sich um gewöhnliche Industrieabfälle. Die radioaktiv belasteten Abfälle werden endlagergerecht vorbereitet und verpackt; nach Fertigstellung des Endlagers Konrad für nicht wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle sollen sie dort deponiert werden.

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