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Polizei mahnt zur Vorsicht Bunte Kracher zu Silvester dürfen nicht fehlen

29.12.2015, 18:48 Uhr

Das neue Jahr steht vor der Tür. Für viele gehört zum Feiern des Jahreswechsels ein großes buntes Feuerwerk am Himmel einfach dazu. Unsere Redaktion hat in Einzelhandelsgeschäften nachgehakt, welche Feuerwerkskörper in diesem Jahr auf der Beliebtheitsliste der Käufer ganz oben stehen, und was es zu beachten gilt.

Am Dienstag startete in den Geschäften der offizielle Verkauf von Feuerwerksartikeln, und es zeigt sich: Der Ansturm auf die zahlreichen Kracher nimmt nicht ab. Von Raketen über Artikel für Kinder bis hin zu den großen Batterien mit mehr als 200 Schüssen: Den Kunden bietet sich eine riesige Auswahl, um den Silvesternachthimmel bunt erleuchten zu lassen.

Klarer Trend in Sachen Feuerwerk

Dabei kristallisiert sich laut Einzelhändlern ein klarer Trend heraus. „Früher gab es ganz klassisch Böller und Raketen, aber der Trend geht klar zu den Batteriefeuerwerken“, berichtet Thomas Thole, Marktleiter von Profi Friesen Lingen. „Die Leute wollen einfach was zum Gucken, was länger andauert.“ Eine Batterie könne hierbei variieren: Die teuerste, so Thole, koste in seinem Geschäft 90 Euro.

400 bis 500 Euro für Feuerwerksartikel

Auch Manfred Kötter, Filialleiter der Postenbörse in Lingen, kann diesen Trend nur bestätigen: „Jugendliche sind ganz wild auf laute Knaller, auch Schinken genannt. Die gesetzteren Leute kaufen lieber Batterien, um sich damit auch eine Menge Arbeit zu ersparen.“ Zwei bis drei Paletten an Silvesterartikeln verkaufe Kötter zu Silvester in seiner Filiale. „Es ist keine Seltenheit, dass manch ein Kunde um die 400 oder 500 Euro für Feuerwerksartikel ausgibt“, erzählt der Filialleiter. Dabei müsse man jedoch bedenken, dass die teuersten Batterien 110 bis 120 kosten.

Lieber etwas zum Schauen

Die Kunden selbst bestätigen den Eindruck der Händler. „Von diesen Knallern, die einfach nur Peng machen, halte ich persönlich nicht so viel, vor allem, weil wir ein kleines Kind zu Hause haben“, betont die 28-jährige Jennifer Belt. Sie fände es einfach schöner, wenn es etwas zu Schauen gäbe.

Ausweiskontrollen und Feuerlöscher

Bei einem Thema sind sich die Einzelhändler mehr als einig: Sicherheit. „Wir haben in der Regel zwar ein festes Publikum von jung bis alt, aber wir führen regelmäßig Ausweiskontrollen durch. Die meisten Jüngeren jedoch kommen in Begleitung ihrer Eltern“, so Kötter. Zudem seien im Geschäft für den Fall der Fälle acht Feuerlöscher platziert.

Polizei verzeichnet weiterhin viele Brände und Verletzte

Geprüft würden die Feuerwerksartikel durch die BAM, die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, erklärt Thole. Dennoch ist bei dem bunten Kracherspaß Vorsicht geboten, denn noch immer gibt es laut der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim jedes Jahr zahlreiche Brände und Verletzte durch den unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern.

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