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Oberbürgermeister Dieter Krone lädt Bürger zu informativem Rundgang ein Emsland-Schau Plattform für Nachwuchswerbung

Von Thomas Pertz | 01.09.2011, 06:00 Uhr

Auch im Zeitalter des Internets sind Verbrauchermessen wie die Emsland-Schau von großer Bedeutung, weil sie eine Plattform für direkte Kontakte ermöglichen. Dies hob Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone im Interview mit unserer Zeitung hervor.

Herr Krone, heute öffnet die 10. Emsland-Schau in Lingen ihre Tore. Welche Erwartungen knüpft die Stadt Lingen an die Verbrauchermesse?

Die Emsland-Schau spiegelt traditionell die Wirtschaftskraft und Leistungsfähigkeit der emsländischen Unternehmen wider. Auch im Zeitalter des Internets ist eine Messe wie die Emsland-Schau von großer Bedeutung, da hier persönlich Kontakte geknüpft und gepflegt werden können. Nicht umsonst sind in diesem Jahr wieder über 180 Firmen auf der Messe vertreten. Sie begreifen die Emsland-Schau als Forum, sich und ihre Arbeit einem großen Publikum zu präsentieren. Voraussetzung für den Erfolg einer solchen Ausstellung ist jedoch immer ein großes Interesse in der Bevölkerung. Von daher hoffe ich, dass viele Bürger im Emsland die Gelegenheit nutzen und sich auf einen spannenden Rundgang durch die Messehallen begeben.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bode wird die Messe eröffnen. Welche Wirtschaftsdaten aus Lingen können Sie dem Minister an die Hand geben?

Auf der Emsland-Schau präsentiert sich Lingen als attraktiver Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität. Als so genanntes „Mittelzentrum mit oberzentralen Teilfunktionen“ bilden wir ein leistungsfähiges Zentrum und tragen maßgeblich zur Stärkung des ländlichen Raums und zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung bei. Der Blick auf die Wirtschaftsdaten unserer Stadt ist beeindruckend: Über 3300 Betriebe sind mittlerweile in Lingen ansässig. Allein in den vergangenen fünf Jahren konnten wir einen Zuwachs von 18 Prozent verzeichnen. Knapp 23000 Personen sind in Lingen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 3,1 Prozent. Auch die Investitionsbereitschaft der Wirtschaft in Lingen stimmt positiv. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 40 Millionen Euro in über 100 Einzelvorhaben investiert. Natürlich kommt der Wirtschaft auch zugute, dass Lingen seit 1995 einen unveränderten Gewerbesteuerhebesatz hat, der zu den günstigsten in Deutschland zählt.

Neben Handel, Handwerk und Gewerbe sind auch große Unternehmen wie zum Beispiel Rosen Engineering auf der Emsland-Schau vertreten. Ein Zeichen dafür, dass die Unternehmen die Emsland-Schau auch für die eigene Nachwuchswerbung nutzen wollen?

Die emsländischen Unternehmen haben längst erkannt, wie wichtig es ist, dem Fachkräftemangel durch Ausbildung entgegenzuwirken und dadurch zukunftsfähig zu bleiben. In dieser Hinsicht ist die Emsland-Schau ein sehr gutes Forum. Hier können Firmen in den direkten Dialog mit potenziellen Nachwuchskräften treten und aktiv auf sich aufmerksam machen. Natürlich freue ich mich sehr, dass viele große Lingener Unternehmen sich auf der Emsland-Schau präsentieren. Die Unternehmen stehen vier Tage lang im Fokus der Öffentlichkeit. Das ist eine gute Möglichkeit, Interesse zu wecken und vor allem Nachwuchskräfte direkt anzusprechen.

Mit welchen Aktivitäten präsentiert sich Lingen auf der Emsland-Schau?

Die Stadt präsentiert sich in diesem Jahr wieder mit dem Stand der Wirtschaftsförderung, die die Emsland-Schau mitorganisiert hat. Als Besonderheit wird auf der Emsland-Schau der offizielle Startschuss für die Vermarktung der Baugrundstücke im Emsauenpark Reuschberge gegeben. Das heißt, die Entwicklung des ehemaligen Kasernengeländes zu einem modernen Wohngebiet geht einen entscheidenden Schritt voran. Nur 1000 Meter Luftlinie vom Marktplatz entfernt werden mit Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern sowie Stadtvillen und Stadthäusern insgesamt 300 neue Wohneinheiten entstehen. Etwa neun Hektar sind für die Wohnbebauung vorgesehen und weitere zwölf Hektar für einen Stadtpark, der das Wohngebiet mit der Ems und den dahinter liegenden Naturräumen verbinden wird. Die verschiedenen Konzepte und Details zur Vermarktung des Emsauenparks werden am Freitag um 11 Uhr im Rahmen einer Podiumsdiskussion und am Samstag um 11.30 Uhr während eines Fachvortrages näher vorgestellt.