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Nach Protest in sozialen Netzwerken Linde vor dem Lingener Ratskeller bleibt vorerst stehen

Von Wilfried Roggendorf | 15.06.2018, 12:21 Uhr

Die Linde vor dem Lingener Ratskeller bleibt vorerst stehen. Überlegungen der Stadt Lingen, den Baum zu fällen, sind zunächst einmal vom Tisch. Dies hat die Verwaltung mitgeteilt.

In der jüngsten Sitzung des Lingener Umweltausschusses hatte Stadtbaurat Lothar Schreinemacher berichtet, dass Anlieger beantragt hätten, den Baum zu fällen. Die Verwaltung neige dazu, diesen Antrag positiv zu bescheiden. Die Berichterstattung unserer Redaktion hatte daraufhin in sozialen Netzwerken Empörung ausgelöst. Nahezu einhellig sprachen sich viele Lingener dafür aus, den Baum zu erhalten. Er sei prägend für das Erscheinungsbild des Marktplatzes, lautete der überwiegende Tenor.

Im Winter fachgerecht zurückschneiden

„Die Verwaltung werde die Überlegungen zur Entnahme des Baumes nicht in die Beratung des nächsten Umweltausschusses im September einbringen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Es würden nochmals Möglichkeiten geprüft, die Linde in der Winterzeit weiter fachgerecht zurückzuschneiden sowie durch weitere Maßnahmen, den Grad der Verschmutzung durch Vögel möglichst einzugrenzen. Die bereits im letzten Jahr durchgeführten Rückschnittmaßnahmen hätten nur bedingt zu dem gewünschten Erfolg geführt. Die Stadt wolle dabei auch die Wünsche der direkten Anwohner und Pächter berücksichtigen und deshalb das Gespräch mit ihnen suchen.

Altes Pflaster wird neu verlegt

„Auch das Pflaster zwischen dem Ratskeller und der angrenzenden Gastronomie soll nicht entsorgt werden“, heißt es in der Mitteilung der Lingener Stadtverwaltung weiter. Dieses Pflaster ist das älteste im Bereich des Lingener Marktplatzes. „Die vorhandenen Pflastersteine werden aufgenommen und dann eben verlegt“, plant die Stadt Lingen nun laut der Mitteilung. Diese Maßnahme soll bis zum Herbst durchgeführt werden.