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Lingen Kommentar: Das Gesicht der Stadt

Von Thomas Pertz | 24.09.2011, 08:19 Uhr

Was macht das Gesicht einer Stadt aus? Verlockende Einkaufstempel, schmucke Gebäude, Straßen und Wege? Lingen hat sicher von allem etwas, aber nichts von all dem macht das Gesicht der Stadt aus. Für die Konturen sorgen ihre Bürger, sie entscheiden darüber, ob es harte Striche sind oder solche Linien im Gesicht, die jemandem einen Grund geben, sich in dieser Stadt wohlzufühlen.

Zu diesem Gefühl tragen die haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder des Lingener Kinderschutzbundes und der Beratungsstelle Logo bei. Obwohl ihr Thema, der Schutz von Kindern vor Gewalt, zu keinem Lächeln Anlass gibt.

Aber ihr seit nunmehr 20 Jahren dokumentiertes Engagement macht den Unterschied aus zwischen Kommunen, in denen jeder neben dem anderen herlebt, und solchen, wo sich gekümmert wird, wo die Notwendigkeit, Anwalt von Kindern zu sein, nicht zu hohlen Phrasen verkommt, sondern sich in unzähligen Aktionen, Initiativen und Projekten seit 1990/91 widerspiegelt.

Die ehren- und hauptamtlichen Kräfte um Christine Richter-Brüggen, Heiner Rohoff und Claudia Rieken und all die vielen anderen Mitstreiter seit der Gründung des Lingener Kinderschutzbundes und der Beratungsstelle können somit zu Recht stolz auf sich sein. Sie haben allen Schwierigkeiten zum Trotz ihr Hilfsangebot stets aufrechterhalten, erweitert und neuen Erfordernissen angepasst.

Ihre Energie ist offensichtlich auch nach 20 Jahren noch nicht erschöpft. Nicht sie allein, aber auch sie sind das Gesicht dieser Stadt, das sich im wörtlichen Sinne sehen lassen kann.