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„Lilia & Tulipan“ Blumen zeitgenössischer Künstler in der Kunsthalle Lingen

Von PM. | 06.06.2018, 10:15 Uhr

Das Motiv der Blumen besitzt in der Kunstgeschichte ein lange Tradition. Auch im 21. Jahrhundert erscheinen Blumen als Motiv in vielen Werken zeitgenössischer Künstler. Eine Gruppenausstellung mit dem Titel „Lilia & Tulipan“ präsentiert Malerei, Installation, Objekte, Fotografie und Videoarbeiten. Die Eröffnung in der Lingener Kunsthalle findet am Freitag, 8. Juni, um 19 Uhr statt.

Die Tradition der Blumen in der Kunst beginnt bereits in der pompeijanischen Wandmalerei in der Zeit um 20 v. Chr., denn hier erscheinen florale Elemente, ohne dass einzelne Blumen eine bestimmte symbolische Bedeutung besitzen. Schließlich nimmt die Lilie in der christlichen Ikonografie eine besondere Stellung ein, denn sie steht für Reinheit bezogen auf die Figur der Maria.

Stillleben

Bekannt für seine farbenfrohen Darstellungen von Blumen, kunstvoll gebundenen Girlanden und Kränze wird im 17. Jahrhundert der flämische Maler Jan Brueghel der Ältere (1568 bis 1625). Parallel erscheinen unterschiedliche Blumen als wesentliches Motiv in vielen Stillleben aus dieser Zeit. Verwelkte Blumen stehen beispielsweise für den Tod, blühende Blumen für das Leben. In der Malerei des Impressionismus setzen beispielsweise die Seerosenbilder Claude Monets dem Zeitalter der industriellen Revolution und dem Entstehen lauter Großstädte Ruhe und Idylle entgegen.

Aktuelle Aspekte unserer Zeit

Die national wie international bekannten Künstlerinnen und Künstler Sunah Choi, Diango Hernández, David Jablonowski, Victor Man, Rupprecht Matthies, Tobias Rehberger, Willem de Rooij, Julia Schmid, Roman Schramm und Anne Steinhagen weisen auf unterschiedliche Art und Weise über das Motiv von Blumen und Pflanzen auf aktuelle Aspekte unserer Zeit hin.

Einige der Künstler haben bereits früher mit anderen Motiven in der Kunsthalle ausgestellt.