Ein Artikel der Redaktion

Kommentar Keine Wackelkandidaten bei Grundschulen in Lingen

Meinung – Thomas Pertz | 07.12.2015, 18:55 Uhr

Die 16 Grundschulen in Trägerschaft der Stadt Lingen haben eine gute Perspektive. Es gibt keine Wackelkandidaten.

Zwar weisen die nächsten Jahre leicht zurückgehende Schülerzahlen auf, doch verläuft die Kurve im Schuljahr 2021/22 wieder nach oben. Dies gilt auch für den kleinsten Standort Clusorth-Bramhar. Kurze Wege für kurze Beine – dieser Slogan gilt auch hier. Das gibt nicht nur den Abc-Schützen ein gutes Gefühl, sondern auch deren Eltern.

Was die künftigen Klassenstärken in den Lingener Grundschulen anbelangt, wird sich sicherlich die wachsende Anzahl von Flüchtlingsfamilien bemerkbar machen. Die Grundschule ist ebenso wie die Kita ein idealer Integrationsraum, in dem insbesondere die deutsche Sprache im gemeinsamen Spielen und Lernen eingeübt werden kann.

Die Kehrseite der Medaille sind die damit verbundenen zusätzlichen Herausforderungen für die Kollegien in den Grundschulen. Neben den „Inklusionskindern“ kommen zusätzlich solche, die Flucht, Krieg und Gewalt miterlebt haben. Auch wenn diese zusammen im Klassenverband nur zwei oder drei sein mögen – sie zu fördern und alle anderen auch zu fordern erfordert großes pädagogisches Geschick.

Da ist es sicher hilfreich, angesichts dieser Herausforderungen mit der Stadt Lingen einen starken Schulträger an der Seite zu haben. Ein Beispiel ist die mit über drei Millionen Euro eingeplante Sanierung der Overbergschule.