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Kommentar Kampmann und Christophorus-Werk: Beide Seiten gewinnen

Meinung – Thomas Pertz | 15.06.2018, 19:30 Uhr

Bei der Kooperation zwischen dem Unternehmen Kampmann und dem Christophorus-Werk in Lingen gewinnen beide Seiten, so der Kommentator.

Ob mit einer Behinderung oder ohne sie, das macht keinen Unterschied: Jeder Arbeitnehmer, der sich seinen Fähigkeiten entsprechend in einem Betrieb eingesetzt fühlt, ist nicht nur für das Unternehmen ein Gewinn, sondern auch für sich selbst.

Es stärkt das Selbstbewusstsein, nicht außen vor zu sein, sondern mittendrin. Dorthin zu kommen ist für Menschen mit Behinderungen aber ungleich schwerer als für solche ohne Handicap. Die Barrieren in den Köpfen von Unternehmen können noch höher sein als die Schranke an der Betriebspforte.

Dass es auch anders geht, hat das Lingener Unternehmen Kampmann bewiesen. Gleich zwei komplette Arbeitsgruppen des Christophorus-Werkes sind dort seit nunmehr zehn Jahren beschäftigt. Auf diese Zusammenarbeit können Betrieb und Einrichtung und die Beschäftigten auf beiden Seiten, die sich aufeinander eingelassen haben, deshalb zu Recht stolz sein.

Aber ob es nun zwei Gruppen sind oder einzelne Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen, von denen es in Lingen und in der Region viele weitere gute Betriebsbeispiele gibt: Jeder ist ein Beleg dafür, dass der erste Schritt getan worden ist. Inklusion heißt auch, es einfach mal miteinander zu versuchen, auch mit dem Risiko des möglichen Scheiterns.