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Kommentar Die Region und die Flüchtlinge: Das Jahr der Ehrenamtlichen

Meinung – Thomas Pertz | 27.12.2015, 11:51 Uhr

Das Jahr 2015 wird im Zusammenhang mit der gewaltigen Herausforderung der Flüchtlingsströme als das Jahr der Ehrenamtlichen in Erinnerung bleiben – auch in Lingen und der Region.

Dies soll die Leistung der vielen Hauptamtlichen in den Kitas, Schulen, der sozialen Fachdienste und der Verwaltungen in den Rathäusern nicht schmälern. Auch sie haben Enormes geleistet bei der Erstversorgung und Unterbringung, in der Betreuung im Spielzimmer, beim Unterricht im Klassenraum. Aber für die Stimmungslage entscheidend ist die Bereitschaft der Bürger in den Nachbarschaften vor Ort, den Fremden nicht beobachtend, sondern helfend gegenüberzustehen.

Hier bleibt zu hoffen, dass die mahnenden Worte von SKM-Geschäftsführer Schmeinck und anderer an der Basis der Flüchtlingsarbeit Gehör finden. Die Politik muss 2016 „liefern“, indem sie Handlungsfähigkeit auf allen Ebenen des Asylrechts beweist und auch Lösungen entwickelt für die vielen „Altfälle“. Dahinter verbergen sich oft Menschen, die Deutsch inzwischen wie ihre Muttersprache sprechen, die aber immer noch nicht arbeiten dürfen – auch in dieser Region.

Das neue Jahr wird nur dann ebenfalls das Jahr der Ehrenamtlichen, wenn diese sich in ihrem Einsatz für die Flüchtlinge nicht alleingelassen fühlen.