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Kinder helfen Kindern Sternsinger bringen in Lingen Segen an jedes Haus

Von PM. | 31.12.2014, 09:42 Uhr

„Die Sternsinger kommen“, heißt es zu Beginn des neuen Jahres in der Pfarrgemeinde St. Bonifatius und den weiteren Pfarreien im Dekanat, wenn zahlreiche Mädchen und Jungen in den Gewändern der Heiligen Drei Könige unterwegs sind.

Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+15“ bringen sie den traditionellen Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen und sammeln für Not leidende Kinder in aller Welt.

Kurz vor ihrem Einsatz haben die Geschwister Sina und Moritz Brockhaus sowie Michelle und Luca Thien in ihren Kostümen Lingens Ersten Bürgermeister Heinz Tellmann und die Zweite Bürgermeisterin Monika Heinen im Rathaus besucht. Dabei berichteten sie stellvertretend für alle Lingener Sternsinger von der diesjährigen Aktion, die unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit“ stehe. Tellmann und Heinen freuten sich über den Besuch der Sternsinger und dankten den Kindern für ihr Engagement: „Ihr tragt durch euren Einsatz dazu bei, dass die große Not in vielen Ländern ein wenig gelindert werden kann.“ Für die Aktion wünschten beide den Sternsingern, dass möglichst viele Spenden für den guten Zweck zusammenkommen.

Von dem Einsatz der kleinen und großen Könige profitieren dabei nicht nur unter- oder mangelernährte Kinder auf den Philippinen. Mit den Mitteln der Sternsingeraktion werden jedes Jahr Projekte in mehr als 100 Ländern weltweit unterstützt. Die Gelder kommen unter anderem Straßenkindern, Aidswaisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser, Nahrung und medizinische Versorgung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten, in Flüchtlingslagern oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen, zugute.

Bereits 1959 wurde die Sternsingeraktion ins Leben gerufen. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Träger sind das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Jährlich können mit den Mitteln aus der Aktion rund 1800 Projekte für Not leidende Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden.

Traditionell bekommen die Kinder für ihren Dienst sehr viele Süßigkeiten. Einige Kirchengemeinden lassen die Kinder selbst entscheiden, ob sie alle behalten wollen oder ob sie einige Süßigkeiten für Menschen hier vor Ort zur Verfügung stellen wollen. Diese Süßigkeitenspenden der Kinder gehen dann zum Beispiel über das Freiwilligenzentrum an den SKM, um Migrations- und Flüchtlingsfamilien sowie die Obdachlosenunterkunft an der Rheiner Straße zu unterstützen, an den SkF oder die Lingener Tafel.