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Kinder an der Kamera Kicken im Vorlesungssaal: 90 Kids beim Kindercampus Lingen

Von Jessica Lehbrink, Jessica Lehbrink | 08.06.2016, 16:45 Uhr

Wie kommt eigentlich die Fußball-EM in unser Wohnzimmer und wen braucht es überhaupt, um das Ganze möglich zu machen? Mit diesen Fragen und mehr beschäftigte sich der Kindercampus an der Hochschule Osnabrück, der von Campus-Mitarbeiter Phillip Bardelmann moderiert wurde.

Etwa 90 Kinder, die fast zeitgleich ihre Arme hochrissen, um die Fragen von Moderator Bardelmann zu beantworten.

Es war einmal wieder ein erfolgreicher Kindercampus mit viel Wissenswertem und jeder Menge Spaß. Passend zur Fußball-Europameisterschaft, welche morgen startet, durften sich auch die jüngeren Kicker schon einmal auf das Sommerereignis einstimmen. „Ich bin ja irgendwie der Fernseh-Futzi hier“, scherzt Bardelmann, „und da kam mir die Idee zur Fußball-EM. Wenn die Kinder nachher die EM gucken, dann sollen sie wissen, was alles dahinter steckt.“

Lernen einmal anders

So erarbeiteten die Kids zusammen mit Bardelmann zunächst einmal, welche Personen es überhaupt benötigt, damit ein jeder die Länderspiele überhaupt auf seinem heimischen Bildschirm sehen kann. Dabei beteiligten sich die jungen Fußballinteressierten rege und riefen sogar Fachbegriffe in den Raum.

Vom Unterschied zwischen Fern-und Nahaufnahmen bis hin zu den Funktionen eines Kameramannes, der Regie, Moderatoren und der Kommentatoren beim Fußball: Die Kinder erhielten ein guten Einblick in die Welt der Fernseh-Live-Übertragung.

Elf-Meter-Schießen im Vorlesungssaal

Das Spannendste folgte aber natürlich zum Schluss: Um auch einmal zu wissen, wie die Bilder von der Kamera auf den Bildschirm kommen, durften sich einige Kinder selbst als Kameramann- oder frau und als Regie ausprobieren. Für das nötige Fußball-Feeling sorgte Bardelmann mit einem simulierten Elf-Meter-Schießen, bei dem sich die Kinder gegenseitig anfeuerten.

Strahlende Gesichter

Hierbei lernten sie nicht nur, wie wichtig es ist, ein Fußballspiel von verschiedenen Seiten zu betrachten und wie die Zusammenarbeit zwischen den Kameraleuten und der Regie funktioniert , sondern auch, das es ein jubelndes Publikum braucht, um ein Spiel lebendig zu gestalten. „Praxisnahe“, so sagte Bardelmann, wollte er den Kindern die Theorie vermitteln.

Das dies gut ankam, wurde nicht nur durch Reaktionen der Kinder sichtbar. Mit strahlenden Gesichtern verließ der Campus-Nachwuchs den großen Vorlesungsraum. „Mir hat das sehr gut gefallen und ich fand es super, dass das Ganze passend zum Thema EM, die ja bald beginnt, stattgefunden hat“, findet die elfjährige Sophia Lüttel aus Lingen.

Auch Bardelmann hatte sichtlich Spaß an seiner Rolle als Moderator: „Es ist schön den Campus einfach ein bisschen zu öffnen und allen Bürgern zu zeigen, was der Campus alles zu bieten hat.“