Ein Artikel der Redaktion

Interview mit Dekan Blümel Neuer Schub für den Campus Lingen erwartet

Von Thomas Pertz | 21.07.2012, 09:08 Uhr

Mit dem Einzug der bislang über die Stadt Lingen verstreuten Studiengänge der Hochschule Osnabrück in die ehemaligen Eisenbahnhallen an der Kaiserstraße wird der Campus Lingen einen neuen Schub erfahren. Diese Erwartung äußerte Frank Blümel, Professor und Dekan der Fakultät Management, Kultur und Technik, in einem Interview mit unserer Zeitung.

Herr Blümel, der Countdown läuft, der Campus Lingen zieht in den nächsten Wochen in die ehemaligen Eisenbahnhallen an der Kaiserstraße um. Wie ist der aktuelle Sachstand?

Wir sind im Zeitplan, aber eine gewisse Nervosität ist natürlich da angesichts der Komplexität des Umzuges. Nicht nur in den Hallen selbst wird ja unter Hochdruck gearbeitet. Auch die einzelnen Institute mit Ausnahme des Instituts für Theaterpädagogik in der Baccumer Straße unweit des TPZ bereiten ihre Umzüge vor.

Und wann geht’s los?

In den ersten Augustwochen beginnen wir damit, die Laborräume für Maschinenbau, Elektrotechnik und die PC-Labore zu verlegen. Die Räume Am Wall Süd, wo das Institut für Management und Technik bislang untergebracht war, werden dann zu 90 Prozent verlassen sein. Lediglich zwei Rechner-Pools bleiben dort zunächst stehen, für den Fall, dass nicht gleich alles reibungslos funktioniert. Das BIT (Berufsinformations- und Technologiezentrum) an der Kokenmühle ist bis zum 1. September geräumt. Ab Ende August ist der Umzug der Büros der einzelnen Institute vorgesehen. In der letzten Septemberwoche werden dann bereits die ersten Vorlesungen auf dem neuen Campus Lingen beginnen.

Am Konrad-Adenauer-Ring 13 in Lingen ist ja die Geschäftsstelle der Fakultät Management, Kultur und Technik untergebracht. Was wird damit?

Die Geschäftsstelle zieht natürlich auch auf den Campus um, wobei wir die Räume am Konrad-Adenauer-Ring bis 2014 gemietet haben. Wir werden diese Räume bis dahin in den Lehrbetrieb einbinden, denn die Lage hier ist sehr zentral.

Am 8. Oktober wird die neue Hochschule eingeweiht, auch Ministerpräsident McAllister wird erwartet. Was versprechen Sie sich als Dekan der Fakultät von dieser räumlichen Zusammenfassung?

Wir werden einen neuen Schub für den Campus Lingen erleben. Mit dem Bezug der ehemaligen Eisenbahnhallen wird die Hochschule Osnabrück am Standort Lingen ganz anders wahrgenommen. Dank der Unterstützung von Stadt Lingen, Landkreis Emsland, dem Land und der Hochschule wird mitten im Herzen von Lingen studentisches Leben pulsieren. Der Standort wird dadurch deutlich aufgewertet, denn während sich diese Hochschuleinrichtungen anderswo häufig auf der „grünen Wiese“ befinden, liegen sie hier zentral in der Stadt. Und dann auch noch integriert in eine geschichtsträchtige Industriehalle. Mit dem ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerk können insbesondere die Lingener viel verbinden. Deshalb laden wir auch alle, die Interesse haben, zu einem Tag der offenen Tür am 14. Oktober ein.

Ein Blick über den 8. Oktober hinaus: Wie wird sich der Campus Lingen weiter entwickeln?

Zurzeit studieren 1700 junge Leute hier. Die Zahl wird weiter steigen, da bin ich sicher. Wir werden natürlich auch bei den Lehrenden weitere Kollegen hinzubekommen. Die Gespräche laufen bereits. In den nächsten Jahren werden wir insbesondere den Ausbau unseres Masterstudienangebots in Lingen vorantreiben.