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Höhere Kosten Umgebaute Kita St. Ludger in Lingen soll im Sommer fertig sein

Von Ludger Jungeblut | 21.02.2017, 08:10 Uhr

Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Lingen hat einstimmig beschlossen, dass die Stadt für den Ausbau der Kindertagesstätte (Kita) St. Ludger im Wohnpark Gauerbach weitere Mittel in Höhe von gut 40.000 Euro bereitstellt, sodass sich der städtische Finanzierungsanteil an dem Projekt auf 504.800 Euro erhöht. Träger der Kita ist die katholische Kirchengemeinde St. Josef.

Nach Angaben des stellvertretenden Fachbereichsleiters Horst Flachmann haben sich die Gesamtkosten für das Projekt um 63.000 Euro auf 1,013 Millionen Euro erhöht. Als Ursache für die Kostenerhöhung nannte Flachmann den Ausbau und die Entsorgung der belasteten Dämmstoffe, die Erhöhung der Stromleistung des Hausanschlusses, neue Küchenzeilen in den Gruppenräumen und eine zusätzliche Dusche im Behinderten-WC. Neben der Stadt Lingen beteiligen sich an der Finanzierung: Bischöfliches Generalvikariat 142.850 Euro, Bund und Land zusammen 180.000 Euro sowie der Landkreis Emsland 185.350 Euro.

Krippengruppe findet künftig Platz im Anbau

Wie Dirk Tecklenborg, Pastoraler Koordinator der Pfarreiengemeinschaft St. Antonius, St. Josef und St. Marien, unserer Redaktion mitteilte, wird die Baumaßnahme voraussichtlich im Sommer 2017 abgeschlossen. Die Krippengruppe findet künftig Platz in einem Anbau. Daneben gibt es drei Regelgruppen. „So lange die Arbeiten für die Sanierung andauern, können die Jungen und Mädchen im alten Don-Bosco-Kindergarten in Damaschke bleiben“, versicherte Tecklenborg.

Siebte Gruppe in der Kita St. Elisabeth vorgesehen

Ebenfalls einstimmig sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, für die Einrichtung einer siebten Gruppe in der Kita St. Elisabeth im Ortsteil Altenlingen sowie für die Anschaffung einer Spülstraße und einer Industriewaschmaschine eine Zuwendung von maximal 27800 Euro zu gewähren. Träger der Kita ist die katholische Kirchengemeinde Maria Königin.

Nach Angaben von Flachmann ist die im Ortsteil Altenlingen bestehende Nachfrage an Kitaplätzen durch die Kita nicht vollständig gedeckt. Um kurzfristig eine Lösung zu finden, sei von der Kita-Leitung in Absprache mit dem Team vorgeschlagen worden, den jetzigen Personalraum für eine siebte Gruppe mit maximal 16 Kindern zu nutzen. Als Ersatz für den dann aufgegebenen Mitarbeiterraum soll der im Erdgeschoss liegende Bastelraum genutzt werden.

Übergangslösung auf drei Jahre befristet

Flachmann: „Dies kann nur eine Übergangslösung für die Dauer von maximal drei Jahren sein.“ Stefanie Heider (CDU), die die Kita St. Franziskus in Freren leitet, betonte, dass ein Personalraum eigentlich unerlässlich sei. Um so mehr verdiene das Angebot des Teams Respekt, übergangsweise auf diesen Raum zu verzichten.

Flachmann teilte weiter mit, dass in der Kita mittags täglich 60 bis 70 Essen ausgegeben werden. Der Einbau einer Spülstraße würde die Arbeitsabläufe wesentlich verbessern und sei auch unter Arbeitsschutzgesichtspunkten erforderlich. Zudem werde auch eine neue Industriewaschmaschine benötigt.

Der Ausschuss nahm im Übrigen die Ausführungen von Stadtkämmerin Monika Schwegmann zu zwei Teilhaushalten zu den Fachbereichen Bildung, Jugendarbeit und Sport sowie Jugendhilfe, Arbeit und Soziales zur Kenntnis.

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