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Geheimnisse der Natur kennenlernen Lingener Marienschüler im Wachendorfer Biotop unterwegs

Von Manfred Buschhaus | 22.07.2014, 09:02 Uhr

Für rund 100 Schüler des achten Jahrgangs der Marienschule Lingen, haben jetzt die Geheimnisse der Natur auf dem Stundenplan gestanden.

Der Wachendorfer Biotoplehrpfad“ mit seinen Biotopen „Baggersee“, „Wacholderheide“ und Waldgebiet war das Ziel der Schüler. Zu den 100 Schülern kamen noch einmal 16 aus der Klasse H10 als Rahmenpersonal für Catering und die Besetzung von zwölf Stationen. Hinzu kamen Lehrkräfte, die weitere acht besonders schwierige Stationen betreuten.

„Die ganze große Veranstaltung macht viel Freude“, meinte Enrico Jansen, der das Projekt leitete. „Es ist ein Genuss, die Schüler in ihren neuen Rollen zu beobachten.“ Die Stationsleitenden übernähmen Rollen von Lehrern. Das die teilnehmenden Gruppen mit Haupt- und Realschülern gemischt seien, sei das soziale Lernen, also die Betreuung der Schwächeren, eine der Hauptaufgaben des Tages.

An einer Biegung des Baggersees beobachtete Lehrer Arnold Sennhauser das Geschehen. Er hat vor über zehn Jahren mit seiner Arbeitsgemeinschaft Naturschutz den Schullehrpfad entwickelt und eine Broschüre „Wachendorfer Biotoplehrpfad“ erarbeitet, die von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Lingen herausgegeben wurde.

Selbstbestimmtes Lernen

Ziel des Projektes sei es, die Schüler wieder mehr an die Natur heranzuführen, der sie durch die moderne Lebensweise schon entfremdet sind, meinte Sennhauser. Der Biotoplehrpfad biete zusammen mit der Broschüre Vergleichs- und Beobachtungsaufgaben, sodass die Schüler Details der Natur durch selbstbestimmtes Lernen selber erarbeiten können. Vorkenntnisse seien nicht erforderlich, denn das Eintauchen in die Geheimnisse der Natur werde durch die vorhandene Stationskennzeichnung und die Beispiele in der Broschüre erleichtert.

Wenn die Schüler dann in der vorgegebenen Reihenfolge die 20 verschiedenen Stationen abliefen, dann könnten sie „frei von jedem Ballast“ die Natur hautnah erleben und sogar eigene Entdeckungen machen. „So ist mir gerade das Auftreten der Großlibelle ‚Große Königslibelle‘ gemeldet worden“, berichtet Sennhauser stolz. Sie biete bei ihrer rasenden Jagd über dem Baggersee einen faszinierenden Anblick.

Station eins wurde von Schüler Timo Keuter betreut. Es waren Beobachtungsaufgaben aus dem Bereich „Wasserlandschaft, Lebensraum für Wasservögel“ durchzuführen. „Die Gruppen wissen schon recht viel“, meinte er. „Aber man muss doch Hilfen geben.“

Dies bestätigte auch Johanna Jäger von der Station acht. „Es macht echt Spaß“, erklärte sie lachend. „Aber die Aufgaben zum Thema Weidensträucher sind richtig schwierig.“ Immerhin konnte sie trotzdem mehrfach die volle Punktzahl geben.