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„For a better world, Adam“ Griechen erschaffen eine Welt beim WKT in Lingen

29.07.2014, 15:19 Uhr

kim Lingen. Leuchtende Sterne und Planeten schweben zu sphärischen Melodien im schwarzen Bühnenraum, bis Müll über die Bühne weht und von der Realität zeugt: Missmutige, weiße Masken leuchten im Schwarz des dunklen Bühnenraums, vor ihnen sind Menschen auf den Knien, um den Boden zu reinigen – die Welt der Erwachsenen gefällt Adam nicht. Er kehrt sie mit dem Besen weg und malt mit Farben eine neue Welt.

Das Theaterstück „For a better world, Adam!" der Schauspielguppe des Kunst- und Kulturzentrums Poupoulo aus Griechenland zeichnet sich durch Kontraste aus: das Spiel von Licht und Dunkel, Farbe und Schwarz, Trostlosgigkeit und Hoffnung. Wie der Maler eine Welt aus dem Nichts zaubert, erschaffen sich die Kinder eine Leuchtwelt in dem dunklen Bühnenraum. Die Kombination aus Schwarzlichttheater und partieller Beleuchtung der Schauspieler macht den Reiz dieses Spiels mit der Illusion aus: Mit einem riesigen Pinsel malt die kleine Künstlerin Vögel, in scheinbar schwebende, leuchtende Rahmen. Egal, was ihr in den Sinn kommt, sie kann sich eine Welt erschaffen.

Doch der Alltag mit Lärm, Hektik und Müll ist deshalb nicht verschwunden, drängt sich immer wieder in die Welt der malenden Kinder. Trotzdem haben die Kinder Hoffnung; auch in der Realität sehen sie Schönes: eine Wolke, ein Schwalbennest auf dem Dach. Ihnen wird klar, dass sie mit ihren Wünschen nicht allein sind. Deshalb wollen sie nicht aufgeben, sich eine andere Welt zu ertäumen. Wie der Regenbogen Sonne bringt, hoffen sie auf eine bessere Welt.