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Familie feiert in Brockhausen Hopster-Treffen mit 122 Mitgliedern in Lingen

Von Christiane Adam | 17.07.2014, 09:47 Uhr

Wer im Emsland – insbesondere auf dem Dorf – aufgewachsen ist, kennt sie noch: die Familien, die so viele Kinder haben, dass man mehr als eine Hand zum Aufzählen braucht.

Solche Großfamilien werden allerdings immer seltener. Ganze 13 Kinder zur Welt gebracht haben die Heuerleute Ida und Ignaz Hopster aus Mundersum. Die zahlreichen Nachkommen der Eheleute feiern in regelmäßigen Abständen Familienfeste.

Jetzt sind 122 Kinder, Enkel, Urenkel und Ururenkel in der Maschinenhalle in Brockhausen zusammengekommen, um einmal mehr die Familienbande aufzufrischen; 168 hätte die Zahl gelautet, wenn alle Zeit gehabt hätten.

August Hopster ist mit 83 Jahren der älteste Sohn und zugleich derjenige, der am weitesten von der Heimat entfernt lebt: Seinen Beruf fand er als Schriftsetzer in Halle/Westfalen. Seine 1936 geborene Schwester Maria lebt als Ordensschwester Roberta in Aschendorf. „Wir sind elf Geschwister gewesen, denn zwei Kinder sind leider schon bei der Geburt gestorben; sieben von uns leben heute noch“, erzählen sie. Auf die Frage, ob die Hopster-Kinder viel Schabernack getrieben haben, schmunzelt Gertrud Acker, ebenfalls eine der Schwestern: „Für Streiche wird die Zeitung zu klein.“ „Wir haben sehr einfach gelebt. Wir haben viel gespielt und hatten nur wenige Spielsachen“, erinnert sich Ordensschwester Roberta. „Einer hat den anderen erzogen“, berichtet die Schwester Angela Schoppe. August weiß noch, dass seine Mutter es nicht gut haben konnte, als er mit 22 Jahren aus dem Haus ging. „Obwohl sie ja elf Kinder hatte!“

1962 haben Ignaz (Jahrgang 1905) und Ida (Jahrgang 1908) das Heuerhaus in Mundersum verlassen und gemeinsam mit Sohn Alfons ein Haus in Darme gebaut. Silvia Schröder ist die Tochter von Alfons und ist dort mit den Großeltern aufgewachsen. „Ich habe deshalb Heimvorteil. Meine Cousinen und Cousins sind ja immer zu uns zu Besuch gekommen“, erklärt sie. Wohl auch deshalb hat sie gemeinsam mit ihrer Cousine Alexandra Schrigten und noch einigen anderen die Aufgabe übernommen, das Familienfest zu organisieren. Außerdem führt sie eine Liste, um den Überblick über die Verwandtschaft zu halten. 13 Kinder, 41 Enkelkinder, 68 Urenkel sowie fünf Ururenkel sind aus der Ehe von Ida und Ignaz hervorgegangen. Ein weiterer Ururenkel ist unterwegs, und „vielleicht wird sogar heute noch ein Urenkel geboren“, strahlt Schröder.

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