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Examensfeier in Fachschule St. Franziskus 23 neue Sozialassistentinnen in Lingen

Von Johannes Franke, Johannes Franke | 12.06.2016, 21:30 Uhr

23 Damen haben nach dem Gottesdienst und der Examensfeier in der Fachschule St. Franziskus ihre Abschlusszeugnisse erhalten. Sie dürfen sich nun Sozialassistentin, Schwerpunkt Sozialpädagogik, nennen.

Generalvikar Theo Paul konnte es während der Sendungsfeier in den Gesichtern erkennen: „Heute sind Sie gut drauf“. Denn alle Ängste, Sorgen, Nöte und der Druck der vergangenen zwölf Monate seien verflogen. Mit dem Ende der Schulzeit „liegt ein neuer Berufsweg vor Ihnen“. Dankbar sei er all denjenigen, die „an Sie glaubten, Sie begleiteten, unterstützten, ermutigten, berieten, halfen und trösten“. Stürmisch sei das letzte Jahr verlaufen. Doch der Leitspruch „Wir sind füreinander da – hier und anderswo“ habe Halt und Zuversicht gegeben und zum Erfolg geführt.

Quereinsteiger in den Krippengruppen

„Das niedersächsische Kita-Gesetz zur Weiterqualifizierung hat uns Quereinsteiger in den Krippengruppen vor die Wahl gestellt, uns ein Jahr lang zur Sozialassistentin – Schwerpunkt Sozialpädagogik ausbilden zu lassen“, erklärte Ortrun Elison vom Kita-Trinitatis-Team in Lingen. Nebenberuflich habe sie wie ihre Kolleginnen aus Lingen und den umliegenden Gemeinden an zwei Wochentagen und zudem im sechswöchigen Blockunterricht die Fachschule besucht, um sich theoretisch und für die Praxis weiterzubilden. „Jetzt sind wir befugt, weiter tätig sein zu dürfen. 2020 wäre sonst das Arbeitsverhältnis als Quereinsteiger ausgelaufen.“

Dank an die Stadt Lingen und den Landkreis Emsland

Evelyn Stickling, stellvertretende Schulleiterin der Fachschule St. Franziskus, wies auf die „besondere Klasse“ hin, für die viele kleine und große Entscheidungen hätten getroffen werden müssen. Für die reibungslose und konstruktive Zusammenarbeit sowie Unterstützung dankte sie namentlich Horst Flachmann von der Stadt Lingen und Frank Botterschulte vom Landkreis Emsland sowie weiteren Trägervertretern.

Besondere Maßnahmen

Frank Botterschulte verwies noch einmal auf die besonderen Maßnahmen, die nach dem Kindertagesstättengesetz die Kommunen und der Landkreis hätten beachten, imitieren und mitfinanziert müssen. „Von dem Enthusiasmus, der in diesem Hause herrscht, hat sich der Landkreis anstecken lassen“, betonte er.

Bewundernswerte Meisterleistung erbracht

Heiterkeit und Humor hätten die schon reiferen Schülerinnen in den Schulalltag gebracht, betonte Lara Börsche. „Ihr habt eine bewundernswerte Meisterleistung erbracht, wofür wir zwei Jahre benötigen“, gratulierte sie im Namen der Schülerschaft.

Für jede Absolventin eine Rose

Als Schulleiter und Klassenlehrer in Personalunion sagte Ludger Mehring: „Meine Klasse ist natürlich klasse“, und gratulierte zum erarbeiteten Erfolg, an dem auch das Kollegium großen Anteil habe. Die Examensergebnisse sowie die Praxisbewertungen lägen im Durchschnitt oberhalb der anderen Klassen, die zwei Jahre die Fachschule besuchten. Bei der Zeugnisübergabe überreichte er jeder Sozialassistentin eine Rose. Nach dem Fontane-Spruch „Die Kunst der Lebensführung besteht bekanntlich darin, mit so viel Dampf zu fahren, wie gerade da ist“ ließen die 23 fröhlichen Damen musikalisch noch einmal mit viel Dampf ihr Jahr Revue passieren.

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