Ein Artikel der Redaktion

Ein glückliches Leben im Dorf Gruppe aus Simbabwe spielt beim Welt-Kindertheater-Fest

Von Eva-Maria Riedel | 10.07.2014, 09:30 Uhr

Was wäre das Welt-Kindertheater-Fest in Lingen ohne die Gäste aus Simbabwe? Ein wenig ärmer, sie würden den Freunden dieses Festivals fehlen. Doch die Theaterbesucher dürfen sich auf das Stück „Mavara – My Identity, my Strength, my Culture“ von der Gruppe Chipawo am Sonntag, 27. Juli, um 14 Uhr im Zirkuszelt am Lingener Theater freuen.

Das Stück handelt von Ruvarash, einem 14-jährigen Mädchen, dessen Vater die Familie verließ, als es noch klein war. Vor einem Jahr verstarb dann die Mutter. Deshalb lebt Ruvarash nun im Hause ihrer Großeltern auf dem Lande und ist dort sehr glücklich. Sie liebt Tanz und Gesang, beides spielt in ihrer Schule eine große Rolle und verschafft ihr ein gutes Ansehen.

Doch da meldet sich plötzlich ihre Tante aus der Stadt und sagt, dass es nun an der Zeit sei, das Dorf zu verlassen, um in der Stadt eine bessere Schulbildung zu erhalten. Das Mädchen fürchtet sich und würde lieber bei ihrer Großmutter bleiben. Doch ihr Weggang ist beschlossene Sache, und das Kind bittet am Abschiedsabend die Großmutter, ihr eine letzte Geschichte zu erzählen. Die handelt von Mwari, wie er die Welt geschaffen und alles mit unterschiedlichen Farben kenntlich gemacht hat. Bei der Erzählung über Mwari stellt sich für das Mädchen die Frage: „Was hat Mwari für Simbabwe getan?“

Chipawo wurde 1989 gegründet und arbeitet für das Überleben, die Entwicklung und Stärkung von Kindern und Jugendlichen durch die Kunst. Chipawos Programme sind so kindgerecht gestaltet, dass sie auch für Aids-Waisen, taube und behinderte Kinder gedacht sind.

Weitere Nachrichten aus Lingen finden Sie unter www.noz.de/lingen