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DRK und Feuerwehr proben Ernstfall Brand an Lingener Friedensschule war nur eine Übung

Von PM. | 20.07.2014, 18:37 Uhr

Um 10.15 Uhr steigt Qualm aus dem südlichen Gebäudetrakt der Friedensschule in Lingen auf. Es wird Alarm ausgelöst. Die rund 500 Schüler der Friedensschule verlassen gemeinsam das Gebäude, um sich auf dem Sammelplatz zu treffen. Um 10.22 Uhr treffen die Rettungskräfte der freiwilligen Feuerwehr Lingen und des Deutschen Roten Kreuzes Emsland auf dem Schulhof ein. Doch dies war erfreulicherweise kein realer Einsatz, denn der ungefährliche Qualm im Gebäude wurde von einer Nebelmaschine verursacht.

Schulleiter Dieter Paul und Sicherheitsbeauftragte Sandra Eckardt hatten die Evakuierungsübung zusammen mit dem DRK und der freiwilligen Feuerwehr mehrere Wochen im Voraus organisiert. Die Lehrkräfte und Schüler wurden nicht über die Übung informiert, um den Ernstfall so realistisch wie möglich darzustellen.

Paul erläuterte, dass der Zweck der Übung nicht nur das Trainieren der Evakuierung sei, sondern auch gezielt Mängel aufgezeigt werden sollten. „Wir haben den Vorfall bewusst mit Nebelmaschine, Einsatzkräften und Verletzten simuliert, damit es so realistisch wie möglich wirkt. Die Übung hat Schwachstellen aufgedeckt, die wir nun so schnell wie möglich beheben wollen.“ Der Schulleiter bedankte sich herzlich sich bei allen Beteiligten und plant nun weitere Maßnahmen für die Verbesserung der Sicherheit an der Schule.

Eine besondere Rolle bei der Evakuierung spielten die Schulsanitäter der Friedensschule. Anna (15), Melissa (16) und Katharina (16) waren die einzigen Schülerinnen, die vor der Übung eingeweiht wurden. Elisabeth Kroner, stellv. Fachbereichsleiterin der Breitenausbildung des DRK, und Sicherheitsbeauftragte Eckardt planten mit den Schulsanitäterinnen die Vorgehensweise während des Rettungseinsatzes und die medizinische Erstversorgung. Diese war erforderlich, da zwei Notfalldarsteller des Jugendrotkreuzes an der Übung teilnahmen. Diese spielten verwundete Schülerinnen, die sich beim Verlassen der Schule verletzt hatten und nicht eigenständig das Gebäude verlassen konnten.

Lob für Schulsanitäter

Die freiwillige Feuerwehr Lingen befreite kurz nach ihrem Ankommen die Notfalldarsteller aus dem qualmenden Gebäude. Die Schulsanitäterinnen begannen sofort mit dem Versorgen der angeblich Verletzten. Norbert Boyer und Heinz-Bernhard Schmidt vom DRK lobten den Einsatz: „Die Schulsanitäterinnen haben ihre Aufgabe sehr gut gemacht. Die Schüler können sich auf sie verlassen.“

Bei der Besprechung des Einsatzes lobte der Brandschutzbeauftragte der Stadt Lingen, Axel Brinker, den Ablauf der Probe: „Alles lief sehr koordiniert ab. Das DRK, die Feuerwehr und die Sicherheitsbeauftragte der Schule haben sehr gut zusammengearbeitet.“