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Defribrillator in Haselünne erklärt Malteser kämpfen gegen den plötzlichen Herztod

Von PM. | 21.09.2011, 09:44 Uhr

Alle fünf Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch am plötzlichen Herztod. Diese Zahl ließe sich deutlich senken, würden mehr Menschen schnellere Hilfe erhalten.

Die Malteser Lingen möchten diesem Problem aktiv vorbeugen. In Kooperation mit der katholischen Pfarrgemeinde St. Vincentius Haselünne wurde ein sogenannter AED, ein Laien-Defribrillator, zur Erstversorgung in den Eingangsbereich der Kirche angebracht. Michael Suntrup, Ausbildungsleiter der Malteser Lingen, wies die Vertreter der Kirche, der Jugendgruppe und Vertreter von 22 Sponsoren des Projekts in die Handhabung des Gerätes ein.

Häufige Todesursache

Der plötzliche Herztod zählt in den Industrieländern zu den häufigsten Todesursachen. Nur durch frühzeitig eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen kann der betroffenen Person geholfen werden. Die Eintreffzeiten des Rettungsdienstes überschreiten häufig das Zeitfenster, in dem eine erfolgreiche Wiederbelebung möglich ist. „Deswegen ist es so wichtig, dass auch schon Laien vor Eintreffen des Rettungsdienstes die bestmöglichste Versorgung durchführen können“, erklärt Suntrup.

Die Industrie ermöglicht durch Vermarktung so genannter automatisierter externer Defibrillatoren (AED) dem medizinischen Laien, bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes die Defibrillation durchzuführen. „Durch diese sogenannte frühe Defibrillation wird die Überlebenschance des Patienten signifikant gesteigert“, betont Suntrup in diesem Zusammenhang.

Praktische Schulung

Deshalb bieten die Malteser Lingen Unternehmen und Organisationen in jedem Ersthelferkurs die Möglichkeit an, sich durch die Malteser in der Anwendung von AEDs schulen zu lassen. Das Durchführen von Erste-Hilfe-Angeboten, auch an den entsprechenden AED-Geräten als Ergänzung zu den klassischen Wiederbelebungsmaßnahmen, ist ein elementarer Aufgabenbereich, dem sich die Malteser-Hilfsorganisation widmet, um die Zahl derer, die am plötzlichen Herztod sterben, drastisch zu senken.