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Das Organisationskomitee Einsatz fürs Abifestival in Lingen trotz Abistress

Von Johanna Dust | 01.07.2014, 09:46 Uhr

Nach dem Abifestival ist vor dem Abifestival; beinahe ein Jahr wird es geplant, eine Woche dauert der Aufbau und eine Woche wird im Anschluss auch wieder aufgeräumt. An dem Wochenende des Festivals, aber auch schon lange davor investieren Abiturienten viel Zeit in die Organisation. Elias Kock (Vorsitzender des Vereins Abifestival seit 1981) und Jana Dust (Abifestival-Medienteam) berichten im Interview über die Komiteearbeit.

Was ist das Abifestivalkomitee?

Elias: Wir sind 24 Abiturienten des Georgianums, Franziskus’, Leoninums, der BBS Lingen und der Hübert’schen Schule Hopsten und arbeiten zusammen mit dem Abifestival-Förderverein an der Planung des Abifestivals 2014. Das Komitee besteht aus acht Teams: Technik, Produktion, Booking, Catering, Standlizenzen, Sponsoring, Medienkontakt und dem Vorstand.

Jana: Das Komitee trifft sich regelmäßig, meistens einmal im Monat. Auf diesen Treffen berichten die Teams von ihrem Stand der Planung.

Was ist dabei die Aufgabe des Fördervereins?

Elias: Da das Komitee in jedem Jahr neu gewählt wird und wir Abiturienten natürlich erst mal so gut wie keine Erfahrung mit der Planung eines Festivals haben, ist es gut, am Anfang jemanden zu haben, der einen einweist und anleitet. Die Informationen, die wir brauchen, erhalten wir von den Mitgliedern des Fördervereins, sie sind das Fundament der Planung und unser Rückhalt, wenn es Schwierigkeiten gibt.

Wie sieht die Arbeit in einem Team des Komitees aus?

Jana: Bei uns im Medienteam lief es zum Beispiel so: Zu Beginn haben wir eine Liste mit Ansprechpartnern bei Zeitungen und Radiosendern bekommen, mit denen wir schon einmal zusammengearbeitet haben oder die vielleicht interessant für das Abifestival sind. Das war für den Start eine gute Hilfe. Wir haben uns dann durch die Liste gearbeitet und uns auch darüber hinaus nach interessanten Medienpartnern umgesehen. An überregionale Medien heranzukommen ist allerdings wirklich schwierig. (lacht)

Elias: Das Abifestival lebt als eines der letzten großen „Umsonst&draußen“-Festivals natürlich auch von der Mundpropaganda, aber ein Artikel in der FAZ wäre auch toll. (grinst)

Warum wurden die überregionalen Medien in die Strategie neu aufgenommen?

Elias: Es geht nicht darum, dass das Festival wachsen soll. Mit 10000 Besuchern ist die Grenze auch aufgrund von Sicherheitsaspekten sicherlich erreicht. Wir wollen unsere Qualität betonen: Unser Abifestival ist mit Liebe, Kaffee und einer Menge Herzblut gemacht. „Umsonst&draußen“ ist der Kern des Festivals, der unbedingt bestehen bleiben soll.

Wie habt ihr die Arbeit im Komitee neben den Abiturklausuren organisiert?

Elias: An meiner Pinnwand hängen Zettel unter der Kategorie „Dringend“ beziehungsweise unter „Es wäre gut, wenn …“. Über das Jahr hat man vor allem gelernt, Prioritäten zu setzen, finde ich.

Jana: Auch das Koordinieren und Delegieren lernt man dabei schnell. Es muss niemandem unangenehm sein, wenn er sich mit seinen Aufgaben überschätzt hat oder gerade keine Zeit hat. Dann teilt man die Aufgaben halt auf.

Hattet ihr mal Angst, dass euch die Planung eines Festivals überfordert?

Jana: Als uns letztes Jahr die Komiteearbeit vorgestellt wurde, war ich richtig begeistert. Ich wollte nicht nur zwischen den Gästen stehen, sondern dort sein und sagen: Das, was wir geschafft haben, ist unglaublich! Es war eine Herausforderung, auf die ich mich gefreut habe. Natürlich gab es viel zu tun, aber bei der Planung hatte ich nie das Gefühl, alleine zu sein.

Wie sehen die letzten Tage vor dem Beginn des Festivals aus?

Jana: Die Spannung steigt jeden Tag. Wir fragen uns vor allem, ob das Line-up angenommen wird, da es im Vorfeld immer Diskussionen gibt. Wir hoffen, dass alles gut verläuft und die Leute Spaß haben. Bevor es so weit ist, steht allerdings immer die Frage im Raum, ob alles wie geplant klappen wird.

Elias: Der Aufbau beginnt schon am 10. Juli, am 17. öffnen wir noch unsere Türen für alle, die sich einmal im Backstage-Bereich umsehen oder das Gelände ohne die Besucher erkunden wollen. Am 18. öffnet der Zeltplatz dann um 12 Uhr, und es geht los.

Mehr zum Abifestival gibt es auf unserer Themenseite .