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Container für Büros und Duschen Mensazelt mit 1000 Plätzen bei BP in Lingen

Von Thomas Pertz | 13.02.2017, 18:40 Uhr

Mit hungrigem Magen lässt sich nicht gut arbeiten. Auch nicht auf dem Raffineriegelände in Ein Mensazelt mit rund 1000 Sitzplätzen wird deshalb während der Revision auf dem Fremdfirmengelände untergebracht. Es ist nur ein Beispiel für den Umfang der logistischen Vorbereitungen.

Die Raffinerie in Lingen pflegt seit Jahren gute Kontakte zu den Fachkräften der Fremdfirmen, die aus Deutschland und anderen europäischen Ländern kommen. Jeder bekommt nicht nur eine umfangreiche Sicherheitsunterweisung und einen detaillierten Arbeitsplan, sondern soll auch das Gefühl bekommen, willkommen zu sein, sich unter Kollegen zu befinden. Das sei der Raffinerie sehr wichtig, unterstrich Niemeyer-Pilgrim.

Rund 200 Bürocontainer, 40 Dusch- und 65 WC-Container sowie vier Umkleidezelte mit insgesamt 2000 Doppeltspinden stehen den Fachkräften der Fremdfirmen zur Verfügung. Auf der BP-Fläche im Altenlingener Forst, wo in diesem Jahr die Arbeiten zur Auslagerung von Betriebsteilen wie Verwaltung, Feuerwehr und Labore beginnen, wird außerdem ein Campingplatz für Wohnmobile etc. eingerichtet.

Einzelhandel profitiert

Der Hochbetrieb in der Raffinerie kommt nach Angaben der BP auch der Wirtschaft zu Gute: Im Revisionszeitraum werde zusätzliche Kaufkraft nach Lingen fließen, von der in erste Linie die Gastronomie und Hotellerie, aber auch der Einzelhandel profitieren würden.

Wie auch bei den in vorangegangenen Jahren erfolgten Revisionsarbeiten ist die BP bemüht, die Beeinträchtigungen für die Bewohner in Holthausen-Biene so gering wie möglich zu halten. Ganz auszuschließen werden sie aber nicht sein. Gerade in der sogenannten Ab- und Anfahrzeit der Anlagen, sprich vor und nach dem mehrwöchigen Revisionszeitraum, ist mit erhöhter Fackeltätigkeit zu rechnen. Tätigkeiten, die mit Lärm verbunden sind, sollen so weit wie möglich während des Tages erfolgen. Die BP wird auch wieder eine Hotline einrichten, ein Rundschreiben an die Haushalte verteilen und außerdem vor Beginn der Revision zu einem Infotag einladen.

Eines wird im Übrigen trotz des Stillstandes in der Raffinerie auf gar keinen Fall passieren: dass Tankstellen in der Region nicht mit Sprit beliefert werden. „Die Tanks bei uns sind rappelvoll“, meinte Geschäftsführer Bernharde Niemeyer-Pilgrim.

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