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BN im Fachausschuss wortkarg Nur die CDU in Lingen bremst bei BvL

Von Burkhard Müller | 20.12.2012, 07:30 Uhr

Die Stimmung in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Dienstagnachmittag ist äußerst gespannt. Rund 15 Zuhörer sind gekommen, unter ihnen auch die beiden BvL- Geschäftsführer Thomas und Andreas van Lengerich.

Seit vielen Wochen ist die mögliche Neuansiedlung von Kaufland „das Thema“ in den politischen Parteien der Stadt, der Kaufmannschaft und in der Bevölkerung. Ende November hatte sich die CDU-Fraktion gegen die Ansiedlung ausgesprochen. 

Die Brüder van Lengerich sitzen quasi im Nacken von Atze Storm, Mitglied der Bürgernahen (BN). Der ehemalige Chef der Emslandhallen war langjähriger direkter Nachbar des Einrichtungshauses. Ist das der Grund gewesen, warum Storm zum Thema nur kurz Stellung nimmt? Den Vorschlag der CDU, dass „die geplante Ansiedlung des großflächigen Einzelhandels an der Lindenstraße in der vorgestellten Form und Größe [...] nicht weiter verfolgt“ werde, trägt er nicht mit, ebenso wenig wie SPD, Grüne und Liberale Fraktion. Die Möglichkeit, den Vorschlag der CDU zu ergänzen oder abzuändern, wird allerdings nicht genutzt. Von den anderen Parteien kommt nichts. Nur die Aussage, dass alles viel zu schnell gehe, ist zu vernehmen. Dabei enthält dieser Beschluss die Option, in der Sache weiter miteinander zu sprechen, Ergänzungen einzubauen oder etwas ganz Neues am Alten Hafen zu planen.

Ende November hatten die Bürgernahen noch die auf einer Klausurtagung der CDU getroffene Entscheidung zu BvL und Kaufland begrüßt. Viele Worte braucht BN-Frontmann Robert Koop am Mittwoch in seinem gleichnamigen Blog, um zu erläutern, warum die BN trotz des Abstimmungsverhaltens von Atze Storm nach wie vor gegen eine Ansiedlung von Kaufland an dieser Stelle sind. Aber Koop ist natürlich auch Manns genug, am gleichen Tag in der Redaktion anzurufen und sinngemäß zu erklären, dass er sich in seinem um Mitternacht geschriebenen Blog im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die PBA-Sitzung wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt habe.

De Frage, warum sich Atze Storm nicht eindeutig gegen eine Kaufland-Ansiedlung ausgesprochen habe, bleibt nach einem längeren „Tja“, unbeantwortet.