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Betreuung eines Kindes mit Handicap Dem Bürger in Lingen nicht vermittelbar

Meinung – Ludger Jungeblut | 25.02.2017, 07:15 Uhr

Die Stadt Lingen ist in einer unangenehmen Lage. Dem Bürger ist es nicht vermittelbar, dass ein Lingener Ehepaar mehr als 800 Euro bezahlen soll, weil ihr geistig behindertes Kind nach der Schule den Hort Trinitatis besucht, wo es sich wohlfühlt und von einer Fachkraft in ihrer Entwicklung gefördert wird.

Doch die Gesetzeslage lässt derzeit keine andere Regelung zu. Oder doch? In der Region Hannover müssen Eltern in vergleichbaren Situationen offenbar deutlich weniger Geld bezahlen. Man darf gespannt sein, was die von der Stadt Lingen angekündigten Gespräche mit den Verantwortlichen der Region Hannover ergeben. Es wäre den Eltern von Lia zu wünschen, dass wegen ihrer Tochter eine Härtefallregelung zum Tragen kommt, um ihre finanzielle Belastungen zu reduzieren.

Stadtkämmerin Monika Schwegmann hat völlig recht, wenn sie feststellt, dass die gesetzlichen Regelungen für den Hortbesuch mit dem Inklusionsgedanken kompatibel sein sollten. Es geht jetzt darum, Lia eine gute Zukunft zu ermöglichen.