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Bald in der Friedensschule Weiterhin Hausaufgabenbetreuung der Rotarier in Lingen

Von Caroline Theiling | 18.06.2016, 13:59 Uhr

Kindern aus benachteiligten Verhältnissen zu verbesserten Lernbedingungen verhelfen und ihnen somit bessere Lebenschancen ermöglichen ist schon seit Jahren ein erklärtes Ziel des Rotary Clubs Mit der Schließung der Gebrüder-Grimm-Schule endet nun eine zehnjährige, überaus erfolgreiche Kooperation zwischen der Schule und dem Club. Nahtlos soll sich eine neue mit der Friedenschule anschließen.

Diese gute Nachricht hat Incoming-Präsident Uwe Vollmer, sprich der nächste Präsident der Rotarier, bei einem Abschiedsbesuch in der Gebrüder-Grimm-Schule verkündet. Gleichzeitig galt dieser Besuch auch als Dankeschön an die Kooperationspartner. An dem Projekt waren Schulsozialarbeiter und Gymnasiasten des Johanneums und später des Franziskusgymnasiums in Lingen beteiligt.

Gutscheine als Dank

Seit Beginn des nun fast schon abgelaufenen Schuljahres hatten sich Jana Sunder, Anna Witsken, Jonas Jaske und Nina Schulte-Weß aus dem Jahrgang 11 des Franziskusgymnasiums jeden Montagnachmittag um eine Gruppe von Schülern gekümmert. Dabei ging es weniger um das Aufarbeiten von schulischen Defiziten, als um Integration, das Vermitteln von Strukturen und Werten. Waren es zunächst überwiegend Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen, änderte sich die Zusammensetzung mit dem Zuzug von zahlreichen Flüchtlingen, was die jungen Leute immer wieder vor neue Herausforderungen stellte. „Die habt ihr aber bravourös gemeistert“, bestätigte Schulsozialarbeiterin Nina Corbach, die stets als Ansprechpartnerin zur Verfügung stand, aber nie eingreifen musste. Als Dank überreichte sie den Gymnasiasten eine Bescheinigung über deren Einsatz sowie Gutscheine für eine Eisdiele.

Vorbildlicher Einsatz

Dank kam auch vom kommissarischen Schulleiter Guido Ernst und vom Rotary Club. „Das Publikum an der Gebrüder-Grimm-Schule war schon immer etwas bunter“, nannte Ernst einen weiteren Grund, warum die Kooperation hier gut funktionierte. Doch nicht nur die betreuten Kinder profitierten von dem Nachmittagsangebot. „Wir haben viel über die Unterschiede in den Ländern erfahren“, erzählt die 17-jährige Jana. „Wir haben auch gelernt, dass es mal wichtig ist, sich gegenüber den Jüngeren durchzusetzen“, ergänzt die 16-jährige Anna. Jonas ist deutlich geworden, dass in anderen Nationen die Disziplin „vielleicht nicht immer so ist, wie man das hier so kennt“. Als „vorbildlich“ bezeichnete Tom Kraus von den Rotariern den Einsatz der Jugendlichen. Ein solches Engagement sei ein gutes Toleranztraining und helfe, Vorurteile abzubauen.

„Rotary unterstützt gerne solche Initiativen von jungen Menschen“, betonte Hans Willenbrock vom Vorstand abschließend.

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