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Ausstellung und Kurzfilm Lingener Bürgerschützen zeigen „Mordtat Knapp Gerd“

Von PM. | 02.02.2017, 17:23 Uhr

An die „Mordtat Knapp Gerd“ erinnern die gleichnamige Bürgerschützensektion und das Emslandmuseum am Samstag, 4. Februar, um 18.30 Uhr mit einer Film- und Informationsveranstaltung im Museum und im Centralkino.

Im Rahmen der laufenden Sonderausstellung „grenzenlos strafen“ erläutert Museumsleiter Andreas Eiynck zunächst die wohl spektakulärste Straftat des 19. Jahrhunderts in Lingen, bei welcher der Hollandgänger „Knapp Gerd“ seinen Kameraden Langeborg heimtückisch ermordete. Anschließend läuft im Centralkino der Kurzfilm „Knapp Gerd“.

Lückenlose Rekonstruktion

Anhand der erhaltenen Prozessakten lassen sich der Ablauf und die Hintergründe der „Mordtat Knapp Gerd“ am 12. September 1824 bis zur öffentlichen Hinrichtung des Täters am 19. Juli 1825 quasi lückenlos rekonstruieren. In der Erinnerung blieb dieser Mordfall nicht zuletzt deshalb, weil am Ende des Prozesses die letzte öffentliche Enthauptung eines Straftäters im Raum Lingen stand. Viele Zeitzeugen hatten den Mörder persönlich gekannt und manche waren schon damals der Meinung, dass es eine langjährige Freiheitsstrafe vielleicht auch getan hätte, zumal Knapp Gerd bis dahin völlig unbescholten war. So wirft das Urteil bis heute viele Fragen auf.

Fragen und Gespräche

Die Bürgerschützensektion Knapp Gerd nahm dies zum Anlass, das Schicksal ihres Namensgebers in einem Kurzfilm einmal dazustellen. Die Regie übernahm der aus Lingen stammende Filmemacher Till Nüsse. Beraten wurden die Laienschauspieler unter anderem vom Erforscher des emsländischen Heuerlingswesens, Bernd Robben, der manche Hintergründe erläutern konnte. Dieser Film wird im Anschluss an die Veranstaltung im Museum im Centralkino aufgeführt. Anschließend stehen alle Beteiligten für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Das Kombiticket für die Ausstellung und das Kino kostet 5 Euro.