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Aufbruch zu neuen Ideen Regionale Künstler präsentieren Arbeiten in Freren

Von Margrit Lehmkuhl-Wiese, Margrit Lehmkuhl-Wiese | 08.06.2017, 15:00 Uhr

Ein Ereignis jährt sich in diesem Jahr: Das Kulturzentrum Alte Molkerei und der Kulturkreis Impulse werden jetzt 25 Jahre alt und sind von Anfang an wichtige Mitstreiter für die Kultur gewesen, nicht nur in Freren, sondern auch durch Kooperationen mit kulturellen Institutionen für das südliche Emsland.

Ihre überaus aktiven Mitglieder der ersten Stunde erinnern sich auch heute noch an den turbulenten Beginn der Alten Molkerei, dem regionalen Leuchtturm für so etwas Neues in Niedersachsen wie ein soziokulturelles Zentrum.

Begegungsstätte

„Vor allem die Finanzierung stand und steht immer noch an erster Stelle der Überlegungen“, meint Barbara Bründermann, Vorsitzende des Kulturkreises Impulse der Samtgemeinde Freren. „Aber wir haben es seit 25 Jahren geschafft, dieses Zentrum zu einer lebendigen Begegnungsstätte für alle Bürger zu machen. Wir bieten den Raum für gesellschaftliche Anlässe, regelmäßige Kulturveranstaltungen und es gelingt uns, schnell und unkompliziert auf zeitgenössische regionale bis internationale Produktionen zu reagieren.“

Salonfähig geworden

Dem stimmt auch die Geschäftsführerin des Kulturzentrums Britta Heidel zu und erinnert daran, wie sehr sich das Selbstverständnis der soziokulturellen Zentren insgesamt verändert habe. „Wir sind im Verlauf der 25 Jahre salonfähig geworden“, meint sie lachend und verweist auf das vielfältige Programm.

Geburtstags-Frühschoppen

Beim gut besuchten Geburtstags-Frühschoppen am Pfingstmontag mit der Meppener Band „What2do“ erinnert Sängerin Kara M., begleitet an der Gitarre vom Lingener Ralf Jost-Westendorf in ihrem über zweistündigen Musikprogramm an gute alte Songs, wie zum Beispiel „Norwegian Woods“ der Beatles, „Ain’t no sunshine when she’s gone“ von Bill Withers etc. Alles kommt frisch, entspannt und mit originellen Wendungen in Gesang und Instrument rüber. Gitarrist Jost Westendorf begleitet „jazzig“ und versteht es, die zum Teil traditionellen und bekannten Melodien mit überraschenden Improvisationen harmonisch zu erneuern und damit die Erwartungen der Zuhörer zu erfüllen.

Traditionelle Ausstellung

Samtgemeindebürgermeister Godehard Ritz eröffnete an diesem Tag auch wieder eine traditionelle Ausstellung, die für den Moment allerdings unsichtbar blieb, denn die Präsentationsräume der künstlerischen Arbeiten sind in ganz Freren verstreut. Das tat jedoch der Würdigung keinen Abbruch.

16 Künstler

Claudia Arns aus Emsbüren und Gerda Fidder aus Bad Bentheim sowie das MedienAtelier Emsland aus Freren sind mit Malereien und Fotografien in der Alten Molkerei präsent, Rainer Englisch aus Haselünne, Klaus Herzog aus Spelle, Albert Jackisch aus Baccum, Sabine Oudemaat aus Freren, Gisela Möllerfrerk aus Rheine, Louis Schräer und Jim Agop aus Lingen sind im Rathaus mit Malereien, Zeichnungen, Fotografien und Miniaturarbeiten zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen, Jutta Caspari, Mariana Ley und Adelheid Obler alle aus Lähden zeigen im Seniorenzentrum ihre Arbeiten und Libet Cusco aus Freren, Irene Heck-Hachmer aus Emsbüren sowie Karin Wolter aus Lingen präsentieren ihre Arbeiten im Reiterhof Könning.

„16 verschiedene Künstler sind vertreten, die viele verschiedene Arten gefunden haben, Wirklichkeiten zu beschreiben“, betonte Ritz unter anderem.

Freiwillige Helfer

Beim Rundgang standen die Künstler für Fragen zur Verfügung und erläuterten, wie man zu seinem ausgestellten Bild gekommen sei. So erklärte Claudia Arns: „Ich bekam bei einem Workshop für Malerei ein Foto meiner Kinder und sah, dass es ihnen gut ging. Das hat mich beflügelt, dies in einem gerade begonnenen Bild einfließen zu lassen“.

Aber nicht nur zu den ausgestellten Werken fand sich der Weg, sondern auch zu den freiwilligen Helfern, die sich an der Theke und am Grill für den Ansturm bereitgemacht hatten. Bei gutem Wetter, entspannender Musik, anregenden Bildern und kulinarischer Verköstigung ging ein vielfältiger Pfingstmontagvormittag dem Ende zu. „Nicht eine Vergangenheitsschau, sondern der Aufbruch zu neuen Ideen, ist das Ziel , betonten die Vorsitzende Barbara Bründermann und die Geschäftsführerin Britta Heidel abschließend.