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Auch Betriebsrat zufrieden Hedon-Klinik in Lingen setzt auf Familienfreundlichkeit

25.07.2012, 16:14 Uhr

Dank eines guten Arbeitsklimas lassen sich in der Hedon-Klinik in Lingen zahlreiche familienfreundliche Maßnahmen umsetzen. Das ist in einem Pressegespräch deutlich geworden, an dem auch Unternehmenscoach Ursula Günster-Schöning von der Emsländischen Stiftung Beruf und Familie teilnahm. Die Fachklinik hatte kürzlich zusammen mit sieben weiteren Unternehmen im Emsland das begehrte Gütesiegel „Familienfreundlich zertifiziert“ erhalten.

Die Hedon-Klinik gehört zur MediClin AG mit Sitz in Offenburg und vereint sowohl neurologische Frührehabilitation als auch neurologische und orthopädische Rehabilitation unter einem Dach. In diesem Jahr werden laut Hochrechnung voraussichtlich 98000 Patienten stationär und circa 5000 Patienten ganztägig ambulant betreut. In der Klinik sind mit Stand vom 1. April dieses Jahres 382 Mitarbeiter tätig.

Im Rahmen des Pressegesprächs in der Hedon-Klinik begründete Ursula Günster-Schöning, weshalb die Klinik ausgezeichnet wurde. In den fünf Handlungsfeldern „Service für Familien“, „Kommunikation/Information“, „Führungskompetenzen“, „Personal/Teamentwicklung“ sowie „Arbeitszeit/Arbeitsort“ hätte die Einrichtung überzeugt, meinte die Vertreterin der Stiftung und fügte hinzu: „In der Hedon-Klinik ist es in vorbildlicher Weise gelungen, familienfreundliche Maßnahmen mit den Anforderungen eines Schichtbetriebs im sozialen Bereich zu vereinbaren.“ Positiv überrascht sei sie von der offenen Atmosphäre eines Workshops am 16. Mai gewesen, in der sich die Mitarbeiter der verschiedenen Bereiche in einer sehr offenen Diskussion auf Verbesserungsvorschläge geeinigt hätten.

Die Einschätzung von Ursula Günster-Schöning wird nach Aussage von Heike Jaske, Qualitätsbeauftragte der Klinik, von vielen Mitarbeitern des Hauses geteilt. Auch Ralf Behrens (Haustechnik) lobte das Arbeitsklima im Haus.

Heike Jaske verwies auch auf weitere freiwillige Leistungen, die im Standortsicherungsvertrag festgeschrieben seien. Beispielhaft nannte die Qualitätsbeauftragte einen „Krippenzuschuss“ von 50 Prozent der Kosten (maximal 250 Euro pro Monat), bis zu vier Tage Freistellung für die Pflege plötzlich erkrankter Angehöriger sowie Sonderurlaub bei wichtigen Ereignissen. „Mitarbeiter erhalten zudem einen Tag Sonderurlaub für Maßnahmen der Gesundheitsförderung“, fügte sie hinzu. Der Erhalt des Gütesiegels „Familienfreundlichkeit“ sei ein wichtiger Baustein, um im Rahmen des Qualitätsmanagements die Zufriedenheit von Patienten und Mitarbeitern weiter zu verbessern.

Ute Schlauer-Doeinck (Pflegedienstleitung) und Angelina Allmendinger, Assistentin des Kaufmännischen Direktors Klaus Köhring, freuten sich darüber, dass die vierteljährlichen Befragungen unter den Patienten durchweg hervorragende Bewertungen für die Leistungen der Abteilungen ergäben. Der Betriebsrat trägt nach den Worten von Petra Kahle die gefundenen Lösungen in puncto „Familienfreundlichkeit“ voll mit. „Die Ergebnisse sind in Ordnung“, sagte die Betriebsrätin.