Ehrung im Rat Bürgerpreis geht an Alfons Acker und Lingener Tafel

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Lingen.  Alfons Acker aus Bramsche und die Mitglieder der Lingener Tafel sind die Träger des Bürgerpreises 2017. Oberbürgermeister Dieter Krone überreichte ihnen am Donnerstagabend in einer Feierstunde im Ratssitzungssaal die Urkunden.

Krone verband dies mit einem großen Dank: Bürgerschaftliches Engagement könne nicht verordnet werden, denn es sei ein freiwilliges Wirken. Alfons Acker und die Mitglieder der Tafel „machen unsere Stadt stärker, wärmer und liebenswerter“.

 Alfons Acker ist vor allem durch seine Aktivitäten in der Feuerwehr bekannt, doch beschreibt dies sein ehrenamtliches Engagement nur unzureichend. Wo eine helfende Hand benötigt wird, ist der Bramscher zur Stelle und übernimmt Verantwortung. Ob im Sport- oder Schützenverein oder in der Kirchengemeinde. Ackers Hilfsbereitschaft geht aber weit über den Bramscher Kirchturm hinaus. Im Freundeskreis der Ukrainefahrer ist er seit Jahren eine verlässliche Größe bei Spendensammlungen, Hilfstransporten und Arbeiten vor Ort für die Menschen in der Ukraine.

„Alfons Acker viel bewegt“

„Beherzt zupackend, aber auch einfordernd und den Humor nicht vergessend, hast du in Lingen und darüber hinaus viel bewegt“, würdigte Krone die Verdienste des Bramschers. Dieser dankte nach der Überreichung der Urkunde sichtlich bewegt für die Auszeichnung. Seine Mutter habe ihm als Jugendlicher mal gesagt, wie wichtig es sei, anderen zu helfen, wenn diese Unterstützung benötigten, sagte Acker. Was das denn bringe, habe er gefragt. Der ausgesprochene Dank sei etwas Schönes, habe sie geantwortet. „Und irgendwann bekommst du einen Preis dafür“, schmunzelte Acker bei den damaligen Worten seiner Mutter und kräftiger Applaus im Ratssitzungssaal war ihm sicher.

„Die Tafel gibt Lingen ein menschliches Gesicht“

Der galt ebenso für die Vorsitzende der Lingener Tafel, Edeltraut Graeßner, und weitere Mitglieder, die zur Entgegennahme des Bürgerpreises gekommen waren. Krone erinnerte daran, dass die Lingener Tafel seit nunmehr 20 Jahren einen vorbildlichen Beitrag zum sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln und deren Umverteilung an Menschen leiste, die Unterstützung benötigten. „Die Ehrenamtlichen der Lingener Tafel tragen durch ihr Engagement zu mehr Lebensqualität für zahlreiche Familien, Alleinstehenden und vor allem Kinder in unserer Stadt bei“, würdigte der Oberbürgermeister diese Arbeit. Davon würden auch Geflüchtete und deren Familien profitieren. Die Mitglieder der Tafel „geben Lingen ein menschliches Gesicht und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration in unserer Stadt“, hob Krone hervor.

Er überreichte anschließend Graeßner die Urkunde, die sich im Namen der Mitglieder für die Ehrung bedankte. Auch hier gab es viel Applaus für ein weiteres Beispiel herausragenden ehrenamtlichen Engagements in der Stadt.

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Die bisherigen Träger des Lingener Bürgerpreises:

1999/2000

  • Anneliese Bärwald hatte nach dem Tod der Schwester die Pflege des an MS erkrankten Schwagers übernommen. Sie selbst verstarb 2008.
  • Hildegard Komor hatte sich nach dem Tod ihrer Schwester um die zwei noch sehr kleinen Kinder gekümmert.
  • Elfriede und Reinhard Ramm haben sich über lange Zeit ehrenamtlich um an MS erkrankte Personen gekümmert.

2001

  • Naciye Cimen betreute ausländische Gefangenen in den Justizvollzugsanstalten Lingen und Meppen. Darüber hinaus setzte sie sich für die Erdbebenopfer in ihrer türkischen Heimat ein.
  • Gerda Siebert und Gudrun Skowasch engagierten sich seit vielen Jahren in der Selbsthilfegruppe Aphasie. Es wurden Treffen und Ausflüge angeboten.

2003

  • Tschernobyl-Initiative: Die Gruppe organisiert Gasteltern, damit strahlengeschädigte Kinder aus der Region um das havarierte Kernkraftwerk Tschernobyl sich in Lingen erholen können.
  • Monika und Heinz Tebbel haben sich viele Jahre für den Kreuzbund engagiert. Heinz Tebbel ist im Jahr 2005 verstorben.

2005

  • Gruppe „Ehrenamtler Jugendbühne“: Diese Gruppe könnte man als Initiator der Bühne auf dem Pferdemarkt (heute Rock am Pferdemarkt) anlässlich des Altstadtfestes nennen.
  • Doris Schaffron wurde für ihr ehrenamtliches Engagement für den Tierschutzverein Lingen und insbesondere für den Bau des Tierheims gewürdigt.

2008

  • Annette Varelmann engagierte sich auf unterschiedlichen Ebenen des Gemeinwesens in Damaschke. Angefangen von der kirchlichen Arbeit, der KFD, dem Schützenverein oder letztlich „Haus der Vereine“.
  • Wolfgang Ploeger hat seit mehr als 50 Jahren den Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes geleitet. Wolfgang Ploeger ist im Jahr 2013 verstorben.

2011

  • Ehrenamtliche Rufbereitschaft des Frauen- und Kinderschutzhauses: Diese gewährleistet in der Zeit von 17 bis 7.30 Uhr und am Wochenende, dass immer ein Ansprechpartner für die im Frauenhaus wohnenden Frauen vorhanden ist, oder Frauen schnell aufgenommen werden können.

2014

  • Integrationslotsen begleiten Migranten bei allen Problemen des täglichen Lebens, insbesondere bei Behördengängen.

Hubert Köllen baut schon seit langer Zeit insbesondere Kinderspielzeug und stellt dieses Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen kostenlos zur Verfügung.

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