Forschung zum Netzausbau Herausforderung an Kommunikation im Emsland

Zum IHK Mittagsgespräch trafen sich v.l. IHK-Vizepräsident Hendrik Kampmann, die Wissenschaftler Prof. Reinhold Fuhrberg und Dimitrij Umansky sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Foto: Sven LampeZum IHK Mittagsgespräch trafen sich v.l. IHK-Vizepräsident Hendrik Kampmann, die Wissenschaftler Prof. Reinhold Fuhrberg und Dimitrij Umansky sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf. Foto: Sven Lampe

Lingen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) hat sich bei ihrem jüngsten Mittagsgespräch mit den Herausforderung an die Kommunikation im Zusammenhang mit dem Bau von Stromtrassen befasst.

Der Bau derartiger Leitungen sorgt aktuell im Emsland für reichlich Gesprächsstoff. Aufgrund der Energiewende hin zu erneuerbaren Energien muss immer mehr Strom über große Entfernungen transportiert werden. Prof. Reinhold Fuhrberg und der wissenschaftliche Mitarbeiter Dimitrij Umansky von der Hochschule Osnabrück untersuchen im Forschungsprojekt Net Future Niedersachsen die Möglichkeiten der Steigerung der Akzeptanz solcher Leitungen bei beteiligten Akteuren und der Bevölkerung aus verschiedenen Perspektiven.

„Übertragungsnetze mittragen“

Die Bedeutung von Stromtrassen für die Wirtschaft betonte vor Unternehmern der Region IHK-Vizepräsident Hendrik Kampmann aus Lingen. Wer kurzfristig aus der Kernenergie aussteigen wolle, müsse den Ausbau der Übertragungsnetze mittragen, so Kampmann: „Dazu gehören auch Leitungen, die womöglich in unmittelbarer Nachbarschaft verlaufen“.

„Unterschiedliche Interessen

Das Grundproblem seien die unterschiedlichen Interessen der diversen Beteiligten vom Bürger über die Wirtschaft und die Kommunen hin zum Bund und den Netzbetreibern. Eine einfache Lösung dafür, wie diese unterschiedlichen Interessen in der Kommunikation miteinander in Einklang zu bringen sind, gebe es nicht, so die Wissenschaftler. Ein Ansatz sei eine möglichst transparente und „saubere“, weil faktenbasierte Information. Darüber hinaus sei es unumgänglich, dass die einzelnen Akteure möglichst viel Verständnis für die andere Seite entwickeln.

Weitere Infos

Mehr zum Forschungsprojekt Net Future Niedersachsen gibt es online unter www.netfuture.hs-osnabrueck.de.


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