Mögliche Verunreinigung Bürger im Lingener Strootgebiet sollen Wasser abkochen

Dieses Schreiben haben die Bürger im Lingener Strootgebiet am Dienstag in ihren Briefkästen gefunden. Foto: Wilfried RoggendorfDieses Schreiben haben die Bürger im Lingener Strootgebiet am Dienstag in ihren Briefkästen gefunden. Foto: Wilfried Roggendorf

Lingen. Die Bürger im Lingener Strootgebiet sind verunsichert, weil die Stadtwerke sie auffordern, ihr Trinkwasser vor dem Verzehr abzukochen.

Am Dienstag, 21. November 2017, fanden die Bewohner von rund 70 Haushalten in den Straßen Am Brunnenpark und Am Strootbach, in der Clemensstraße und der Werner-von-Siemens-Straße 22 und 24 ein entsprechendes Schreiben in ihren Briefkästen. „Es wird empfohlen, das Wasser, das zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken oder zum Zähneputzen verwendet wird, vor Gebrauch sprudelnd aufzukochen“, heißt es darin.

Coliforme Keime

Eine Sprecherin der Stadtwerke erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion, dass das Gesundheitsamt am Dienstag bei einer Routinekontrolle in einer Kundenanlage coliforme Keime gefunden habe. „Es gibt verschiedene Arten davon. Manche sind unbedenkliche Umweltkeime, andere können Magen-Darm-Infektionen auslösen“, sagt die Sprecherin der Stadtwerke.

Vorsichtsmaßnahme

Da nicht auszuschließen sei, dass die Keime aus der Kundenanlage in das Trinkwassernetz gelangen, hätten die Stadtwerke sich als Vorsichtsmaßnahme dazu entschieden, ihre Kunden in diesem Bereich zum Abkochen des Wassers aufzufordern. „Der Rest des Lingener Trinkwassernetzes wurde von diesem Bereich isoliert“, sagte die Sprecherin. In anderen Bereichen gebe es daher überhaupt keine Gefahr. „Im Trinkwassernetz wurde kein einziger solcher Keim festgestellt“, versichert die Stadtwerke-Sprecherin.

Weitere Proben

Derzeit würden weitere Proben, die die Stadtwerke entnommen hätten, analysiert. Mit Ergebnissen rechen die Stadtwerke schnell. Zudem hätten die Stadtwerke die Leitungen gespült. „Wir informieren unsere Kunden sofort, sobald wir das Trinkwasser wieder für unbedenklich genießbar erklären können“; versichert die Sprecherin der Stadtwerke abschließend.


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