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17.11.2017, 18:30 Uhr NACH URTEIL DES OVG

Erfolg der Krematoriumsgegner in Lingen-Brögbern ist trügerisch

Kommentar von Wilfried Roggendorf

Das Foto zeigt das Areal, auf dem das Krematorium in Lingen-Brögbern an der Straße Adeliger Hof gebaut werden soll. Foto: Thomas PertzDas Foto zeigt das Areal, auf dem das Krematorium in Lingen-Brögbern an der Straße Adeliger Hof gebaut werden soll. Foto: Thomas Pertz

Lingen. Der Erfolg der Klage gegen den Bebauungsplan, der ein Krematorium in Lingen-Brögbern ermöglichen soll, ist trügerisch, meint unser Kommentator.

Was könnte der Erfolg zweier Landwirte, die gegen den Bebauungsplan, mit dem die Errichtung eines Krematoriums in Lingen-Brögbern ermöglicht werden soll, vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg klagen, wirklich bedeuten?

Der Stadt Lingen wird es vermutlich gelingen, den einzigen von den Richtern aufgeführten Mangel in dem Plan zu beseitigen. In allen wesentlichen Punkten hat der Senat die Pläne für das Krematorium nicht beanstandet. Zwar bleibt die ausführliche Urteilsbegründung abzuwarten, doch eines scheint klar: Der Bau des Krematoriums ist durch dieses Urteil wahrscheinlicher geworden und die Chancen, auf dem Rechtswege dagegen vorzugehen, sind gesunken.

Insofern ist der Erfolg der Krematoriumsgegner vor dem OVG ein trügerischer, der vielleicht sogar einmal zum Bumerang für die Kläger werden könnte. Denn als störend hat das Gericht die von ihren Höfen ausgehenden landwirtschaftlichen Gerüche bezeichnet. Wie die Nachbarn, die dort im Außenbereich wohnen, oder Gäste der in der Nähe gelegen Pension und Gastronomie diesen ‚Duft nach frischer Landluft‘ empfinden, ist offen.


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