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03.11.2017, 13:29 Uhr KOMMENTAR

nebenan.de in Lingen: Werbeaktion war ein Fehlstart

Ein Kommentar von Mike Röser


Zettel in Briefkästen verweisen auf die Internetplattform nebenan.de. Foto: Julia MauschZettel in Briefkästen verweisen auf die Internetplattform nebenan.de. Foto: Julia Mausch

Lingen. Wie eine im Grundsatz charmante Idee bei Markteinführung komplett in die Nesseln gesetzt wird, zeigt das Beispiel von nebenan.de in Lingen. Nachbarschaften sollen da digital zusammengeführt werden. Doch wer so unseriös wirkend wirbt, der muss sich nicht wundern, wenn er auf breite Ablehnung stößt, meint der Kommentator.

Die schwappte dem neuen sozialen Netzwerk, das ja durch und durch seriöse Partner wie das Bundesinnenministerium vorzuweisen hat, in Lingen entgegen. Unter anderem distanzierten sich gleich mehrere Ortsbürgermeister von dem Portal und verwiesen darauf, dass ein Berliner Unternehmen dahinter steckt.Ironischerweise taten sie dies in anderen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Whatsapp, die nicht für die Wahrung von Persönlichkeitsrechten oder ihre Gemeinnützigkeit bekannt sind.

Dass es zur Finanzierung (lokale) Werbung geben soll auf nebenan.de, daraus machen die Macher kein Geheimnis. Doch ob man Geschäftstreibenden nach solch einem Fehlstart ein ansprechendes Werbeumfeld bieten kann, ist fraglich.


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